Skyline Frankfurt
Wird der Commerzbank-Turm bald südkoreanisch?

Die Commerzbank sucht einen Käufer für ihren Tower in Frankfurt. Der 259 Meter hohe Turm gehört zwei geschlossenen Fonds der Commerzbank, die bald auslaufen. Einem Medienbericht zufolge könnte das Gebäude bald Asiaten gehören.

Seoul/FrankfurtEr gehört zu Frankfurt wie Ebbelwoi und grüne Soße: Der Commerzbank-Turm am Frankfurter Kaiserplatz ist ein Wahrzeichen der Bankenstadt. Nun könnte das höchste Gebäude in Deutschland einen neuen Besitzer bekommen. Einem Medienbericht zufolge könnte das Hochhaus schon bald Asiaten gehören. Die südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap meldet, dass ein Konsortium um die südkoreanische Samsung Life Insurance als bevorzugter Bieter für das Gebäude ausgewählt worden sein soll.

Der Versicherer gehört zum gleichnamigen Konzernimperium, das alles vom Smartphone bis zum Frachtschiff fertigt. In Südkorea heißen Mischkonzerne wie Samsung „Jaebol“, was sich am ehesten mit „reiche Sippe” übersetzen lässt. Laut Yonhap soll Samsung bis zu 900 Milliarden Won (etwa 734 Millionen Euro) für den Turm zahlen wollen. Samsung Life wolle sich dazu nicht äußern. Auch die Commerzbank will den Vorgang nicht kommentieren.

Der 259 Meter hohe Turm in der Innenstadt basiert auf einem Entwurf des englischen Stararchitekten Sir Norman Foster und wurde 1997 fertiggestellt. Einst galt er als höchstes Gebäude Europas, den Titel verlor der Wolkenkratzer aber inzwischen nach Moskau. Der Tower gehört zwei geschlossenen Fonds der Commerzbank, die bald auslaufen und deshalb seit längerem Verkaufsmöglichkeiten für die Immobilie ausloten. Wenn der Deal zustande kommt, müssen Commerzbankchef Martin Zielke und seine Mitarbeiter aber nicht ihre Koffer packen: Dem Vernehmen nach will die Commerzbank auch nach einem Verkauf ihres Stammsitzes weiter Mieter bleiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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