Sophienterrassen: Hamburg bekommt noch mehr Luxusvillen

Sophienterrassen
Hamburg bekommt noch mehr Luxusvillen

Nach jahrelangem Streit gehen wird an den vornehmen "Sophienterrassen" an der Hambuger Außenalster nun doch gebaut. Am Luxus-Projekt beteiligen sich ein halbes Dutzend Architekten und sogar Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Die Entwickler sind trotz Finanzkrise optimistisch.

HAMBURG. An der Hamburger Außenalster entsteht ein neues Luxus-Quartier. Auf einem 44 000 Quadratmeter (qm) großen Filetstück zwischen Mittelweg und Harvestehuder Weg ist ein Ensemble aus Villen und 130 Nobel-Wohnungen zu Quadratmeterpreisen zwischen 7 000 und 15 000 Euro geplant. 57 der edlen Bleiben werden im historischen Gebäude der ehemaligen Standortkommandantur der Bundeswehr an den Sophienterrassen gebaut. Der Clou: Modeschöpfer Karl Lagerfeld soll das Entree, die Lounge und den Wellnessbereich des 140 Meter breiten Betonklotzes gestalten. Baubeginn soll im kommenden März ein. Damit geht nach zweieinhalb Jahren eines der teuersten und umstrittensten Wohnungsbauvorhaben der Hansestadt an den Start.

340 Mio. Euro investiert die Projektentwicklungsgesellschaft Frankonia Eurobau in das Projekt. Ein halbes Dutzend Architekten hat Entwürfe beigesteuert. Der Bebauungsplan sorgte im noblen Stadtteil Pöseldorf für hitzige Diskussionen. Auf alten Baumbestand musste Rücksicht genommen und das denkmalgeschützte Kommandanturgebäude ins Projekt integriert werden. Außerdem erhoben eine mit Prominenten gespickte Bürgerinitiative und das benachbarte Wilhelm-Gymnasium Einsprüche gegen den Bau in Traditionslage. Die Investoren konnten sich frei kaufen: Sie übernehmen die Hälfte der elf Mio. Euro Sanierungskosten für die Schule.

Die Wohnungen an den Sophienterrassen, die zwischen 53 und 520 qm groß sein werden, gehören neben den im Marco-Polo-Tower in der Hafencity zu den teuersten der Stadt. Die Investoren und das Privatbankhaus M.M Warburg & Co, das die Objekte ihren vermögenden Privatkunden anbietet, rechnen auch 2009 mit stabiler Nachfrage. "Die Finanzkrise wird in diesen Kreisen nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird", glaubt Frankonia-Vorstandschef Uwe Schmitz. Zehn Prozent der Objekte seien bereits reserviert.

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