Staatliche Subvention endet am 1.1.2006
Eigenheimzulage: Keine Panik-Käufe

Die Eigenheimzulage ist ab 1. Januar 2006 Geschichte. Übereilte Immobilienkäufe sollten trotzdem vermieden werden, mahnt der Immobilienverband Deutschland (IVD). Am wichtigsten sei eine nüchterne und solide Kalkulation der Finanzierung.

Die Eigenheimzulage ist ab 1. Januar 2006 Geschichte. Jeder, der ab diesem Zeitpunkt eine Wohnimmobilie zur Selbstnutzung kauft, muss ohne die staatliche Subvention auskommen. Übereilte Panikkäufe sind dennoch nicht angebracht, mahnt der Verband privater Bauherren (VPB). Wer allerdings ohnehin vorhatte, Wohneigentum zu erwerben, sollte jetzt kaufen und die Zulage noch nutzen, rät der Immobilienverband Deutschland (IVD).

Wer noch in diesem Jahr eine Wohnung oder ein Haus erwirbt, oder - bei einem Neubau - noch bis zum 31. Dezember 2005 einen Bauantrag stellt, profitiert von der alten Regelung: Die Höhe der Förderung beträgt jährlich ein Prozent der Anschaffungskosten bis zu 125.000 Euro, und dies acht Jahre lang. Ein Alleinstehender oder ein kinderloses Paar bekommt demzufolge innerhalb dieses Zeitraums vom Staat insgesamt 10.000 Euro geschenkt, für jedes Kind gibt es zusätzlich 800 Euro jährlich (6.400 Euro in acht Jahren). Eine vierköpfige Familie erhält demzufolge während des Förderzeitraums 22.800 Euro aus der Staatskasse. Allerdings darf das Einkommen bestimmte Grenzen nicht übersteigen: 70.000 Euro (Alleinstehender), beziehungsweise 140.000 Euro (Verheiratete) brutto innerhalb von zwei Jahren dürfen verdient werden. Die Grenzen erhöhen sich um 30.000 Euro pro Kind. Eine vierköpfige Familie darf demzufolge im Jahr und im Vorjahr der Anschaffung bis zu 200.000 Euro verdienen, um staatlich subventioniert zu werden.

Übereilte Immobilienkäufe sollten trotzdem vermieden werden, mahnt auch der IVD: Als bereits im Herbst 2002 über die Streichung der Zulage diskutiert wurde, hätten zahlreiche Bau- oder Kaufwillige ihre Entscheidung beschleunigt. Dementsprechend viele Verträge wurden abgeschlossen. „So manche Familie, die damals schnell noch die alten Regelungen mitnehmen wollte, ist mit ihrer Entscheidung nicht glücklich geworden. Dies sollte sich nicht wiederholen“, gibt IVD-Sprecher Jürgen Michael Schick zu bedenken. Bezogen auf die Gesamtkosten eines Wohnungs- oder Hauskaufs sei die Gesamtsumme der Eigenheimzulage eher bescheiden. „Wenn die Immobilienfinanzierung mit der Eigenheimzulage steht und fällt, dann sollte die Entscheidung zum Kauf überdacht werden“, weiß Schick. Am wichtigsten sei demnach eine nüchterne und solide Kalkulation der Finanzierung, die sich an der finanziellen Situation des Bauherrn orientiert – unabhängig von der Eigenheimzulage.

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