Stadt der Zukunft Wie wir in Zukunft leben

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Verabredung per App statt Briefkasten-Bekanntschaft

Zu den Trend, die das Zukunftsinstitut Horx identifiziert hat, gehört auch die Individualisierung der Gesellschaft: In traditionellen Strukturen dominierten Familien. Doch an deren Stelle treten zunehmend andere Lebensformen wie Ein-Personen-Haushalte. Nicht nur die Zahl der Singles hat deutlich zugenommen, es gibt auch immer mehr kinderlose Ehepaare. Ebenso sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Patchwork-Familien keine Seltenheit mehr. Was das für den Einzelnen bedeutet, beschreibt die New Yorker Trend-Agentur K-Hole so: „Früher wurden Menschen in Gemeinschaften geboren und mussten ihre Individualität finden. Heute werden Menschen als Individuen geboren und müssen ihre Gemeinschaft finden.“

Für Horx-Strathern geht diese Entwicklung mit einem größeren Bedarf an Unterstützung für das Individuum einher. Auf dem Wohnungsmarkt könnte das beispielsweise bedeuten, dass der Concierge einer Wohnanlage nicht mehr nur Pakete annimmt, sondern auch den Kühlschrank füllt.

Wo die meisten von Eigentum nur träumen können
10. Platz: Düsseldorf
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Unter allen kreisfreien deutschen Städten belegt Düsseldorf den zehnten Platz, was die aktuellen Preise von neugebauten Eigentumswohnungen angeht. Wer in der Rheinmetropole eine Neubauwohnung sein Eigen nennen möchte, muss im Schnitt 4437 Euro pro Quadratmeter zahlen. Das verrät der Immobilienpreisindex 3/2017, in dem das Empirica Institut seit 2004 die Immobilienpreise untersucht und die Ergebnisse quartalsweise veröffentlicht. Demnach ist der Preis in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens innerhalb eines Jahres um 9,2 Prozent gestiegen.

9. Platz: Erlangen
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Die mittelfränkische Stadt Erlangen liegt mit 4455 Euro pro Quadratmeter auf dem neunten Platz. Der Preis für Neubau-Eigentumswohnungen ist damit im Gegensatz zum vergangenen Jahr um 9,2 Prozent höher. Nürnbergs kleiner Nachbar ist nur die erste von vielen bayerischen Städten in dem Ranking. Wie beliebt der Freistaat für Immobilieninvestment ist, zeigen gerade die hohen Preise bei den eher kleineren Großstädten.

8. Platz: Regensburg
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In der Rangliste fiel Regensburg um zwei Plätze runter auf die Acht. Mit einem Quadratmeterpreis von 4530 Euro legen die Preise gegenüber dem Vorjahr dennoch um 8,9 Prozent zu. Damit liegt die Domstadt ganz nah am Trend für alle kreisfreien Städte Deutschlands, bei denen die Preissteigerung durchschnittlich 8,8 Prozent betrug.

7. Platz: Hamburg
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Nur knapp davor folgt die Metropole Hamburg mit 4536 Euro für jeden Quadratmeter neugebauter Eigentumswohnung. Weil die Preise mit 8,4 Prozent in den letzten zwölf Monaten nicht so stark anzogen wie bei den anderen Top-Locations der Nation, fällt die Hansestadt von der Fünf auf die Sieben zurück.

6. Platz: Rosenheim
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Bayern, die dritte: Rosenheim weißt mit 4571 Euro je Quadratmeter die sechstteuersten Neubau-Preise für Eigentumswohnungen in der ganzen Bundesrepublik auf. Weil München immer teurer wird, ziehen die Preise für den gesamten Münchener Speckgürtel an. In Rosenheim, staufrei etwas mehr als eine Autostunde von der Landeshauptstadt entfernt, legten sie innerhalb eines Jahres um ganze elf Prozent zu. Allein in den letzten drei Monaten ging es fünf Prozent rauf.

5. Platz: Frankfurt
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Deutschlands Finanzplatz Nummer eins erlebt einen wahren Ansturm auf Immobilien. Im dritten Quartal 2016 tauchte die Mainmetropole gar nicht in den Top Ten auf. Mit 4779 Euro pro Quadratmeter springt sie nun aber direkt auf den fünften Platz. Wegen des Brexits erlebt London einen Exodus der Banken. Einen Großteil zieht es nach Frankfurt – und mit ihnen Hunderte von Bankern samt Familien. Das treibt die Preise. Seit der letzten Erhebung vor drei Monaten zogen die Preise um 6,1 Prozent an.

4. Platz: Ingolstadt
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Mit Ingolstadt findet eine weitere Stadt aus Oberbayern ihren Platz in den teuersten Städten Deutschlands, was neugebautes Wohneigentum angeht. Die wohlhabende Gemeinde, knapp 80 Kilometer entfernt von München, kommt auf 4817 Euro pro Quadratmeter. Immerhin beruhigt sich dort der Markt etwas: Mit 6,4 Prozent zogen die Preise innerhalb der letzten zwölf Monate langsamer an als im bundesdeutschen Schnitt (Gesamtdeutschland: 7,7 Prozent, kreisfreie Städte: 8,8 Prozent, Landkreise/Kreise: 7,0 Prozent). Innerhalb der letzten drei Monate kam das Wachstum mit 0,1 Prozent zum Stillstand.

Die Digitalisierung kann das Finden von Gemeinsamkeiten hingegen vereinfachen. Anstelle von Zufallsbekanntschaften am Briefkasten könnten im Wohnquartier der Zukunft Verabredungen von Bewohnern mit gleichen Interessen per App treten, etwa zum Kochen oder Karten Spielen. Weil die Angebote noch nicht so weit reichen, müssen in den anonymen Großstädten Orte der persönlichen Begegnung geschaffen werden. Ein aus Sicht der Zukunftswerkstatt gelungenes Beispiel ist die Markthalle Rotterdam.

Im Stadtteil Blaak wurden 252 Wohnungsmodule so geschickt gestapelt, dass daraus ein mehr als 100 Meter langes, 70 Meter breites und 40 Meter hohes Gewölbe entstand, unter dem nun täglich ein Markt abgehalten wird. Flankiert werden die Obst-, Gemüse- und Käsestände von herkömmlichen Ladengeschäften, Restaurants und einem Supermarkt. Märkte sind von jeher Treffpunkte für Menschen. Die Markthalle ist ein Beispiel für eine gemischt genutzte Immobilie. Solche Gebäude würden in Zukunft immer wichtiger, lautete die Botschaft von Vermögensverwalterin Volz an die Immobilienbranche. Die baut noch vornehmlich getrennt nach Nutzungsarten Wohnungen, Büros und Einkaufszentren. „Die Grenzen zwischen Leben und Arbeiten verschwimmen“, ist Volz überzeugt.

Wo das hinführen kann macht gerade Facebook vor. Chef Mark Zuckerberg baut bis zum Jahr 2021 einen ganzen Stadtteil für seine hochqualifizierten Softwarespezialisten. Wenn die in ihre 1500 Luxuswohnungen eingezogen sind, müssen sie ihr neues Quartier im Ort Menlo Park überhaupt nicht mehr verlassen. Der Arbeitsplatz ist um die Ecke, Supermarkt, Apotheke, Restaurants und Bars sind nur wenige Schritte weiter. Ein Park zum Entspannen wird gleich mitangelegt.

Wenn alle Bewohner im Quartier für das gleiche Unternehmen arbeiten, werden sie dort wohl als Individuen eine Gemeinschaft finden. Aber nicht mehr das Abenteuer, Menschen mit anderem Hintergrund kennenzulernen wie „Collective“-Bewohner Cordery.

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1 Kommentar zu "Stadt der Zukunft: Wie wir in Zukunft leben"

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  • STADT DER ZUKUNFT
    Wie wir in Zukunft leben
    von:
    Reiner Reichel
    Datum:
    12.11.2017 22:48 Uhr
    ................................................

    Wieso in die Zukunft schauen wenn wir immer noch PRIMITIV LEBEN IN HEUTIGE TAGEN !

    Im Irak gab es wieder Erdbeben und die menschen dort sind nun Obdachlos.
    In Italien gab es Erdbeben und viele Menschen sind dort Obdachlos geworden und bis heute immer noch Obdachlos trotz eine REICHE EUROPÄISCHE UNION DIE NUR GELDER KOSTET aber sich um Gurken Größen , Glühbirnen, Duschbrausen und Staubsauger kümmert anstatt sich über wichtigere Dinge zu beschäftigen wie etwa STRENGERE BAUGESETZEN FÜR ERDBEBEN GEBIETEN !

    EUROPA HAT NICHT EINMAL WOHNRAUM FÜR SEINE 500 MILLIONEN MENSCHEN !

    Diese Europäische Union will nicht einmal die genaue Anzahl der Obdachlose EUROPÄER in ganz Europa wissen wollen !!!

    Diese EU ist abzuschaffen und abzuwählen !

    EU-EXIT FÜR ALLE IN EUROPA DURCH EINEN EUROPA WEITEN REFERENDUM MUSS HER !!!

    Diese EU kostet uns nur Geld und bringt uns Bürger nichts positives ein !

    EU macht etwa einen LISSABONNER VERTRAGSBRUCH der uns Europäer Jahr für Jahr nur unnötige 280 MILLIONEN EURO an Steuergelder kostet und mit KORRUPTION GLEICH ZU STELLEN IST !!!

    FÜR JEDES JAHR 280 MILLIONEN EURO könnte man in ganz Europa viele Arbeitsplätze beschaffen etwa im Sozialen Wohnungsbau !!!

    Doch wir Europäer schauen nur zu und wehren uns nicht !!!

    An der letzte EU-Wahlen waren nur 45% der Wahlberechtigte beteiligt, also sind 55% der Europäer GEGEN DIESE EUROPÄISCHE UNION und damit ist diese EU NICHT LEGITIMER DEMOKRATIE !!!

    EU MUSS WEG, unsere gelder in Europa sind nicht dazu da um Politiker die Unrentabel sind nur am Napf zu erhalten sondern unsere Gelder sind für wichtigeres zu benutzen wie etwa FÜR MEHR SOZIALEN WOHNBAU IN GANZ EUROPA !

    EUROPA HAT SEIT 10 JAHREN PERMANENTE 30 MILLIONEN ARBEITSLOSEN und der EU ist es bekannt aber die machen nichts positives für uns Europäer !

    EU-EXIT FÜR ALLE, einen EU-EXIT FÜR GANZ EUROPA MUSS HER!

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