Stadt der Zukunft
Wie wir in Zukunft leben

Immobilienunternehmen bauen je nach Nutzungszweck Wohnungen, Büros oder Einkaufszentren. Doch die Grenzen verschwimmen. Auf der Handelsblatt-Tagung Immobilienwirtschaft zeigen Experten, was das für die Branche bedeutet.
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BerlinJungunternehmer Marcus Cordery wohnt in einem von 550 Appartements in einem Gebäude des Londoner Start-ups „The Collective“. Das Unternehmen betreibt in Großbritannien mehrere kollektive Wohnprojekte. Die Bewohner sollen nicht nur unter einem Dach leben, sondern auch zusammen arbeiten. Jungunternehmer Cordery findet, dass das sogenannte Co-Living das Leben abenteuerlicher macht: „Es fühlt sich an wie reisen“, sagt er. Cordery bezahlt nicht nur für seine eigenen vier Wände, sondern auch für die Möglichkeit, sich mit Nachbarn zum Kochen oder zum Gesellschaftsspiele Spielen treffen zu können. Er kann Bücher auf seinem E-Reader lesen oder zum Schmökern in die hauseigene Bibliothek gehen. Alles im Mietpreis inklusive.

Werden wir so in Zukunft wohnen? Alleine und trotzdem gemeinsam mit anderen? Sicher nicht jeder. Aber Oona Horx-Strathern, CEO des Zukunftsinstitut Horx, ist sich sicher: Co-Living ist eine echte Alternative für die steigende Zahl der Alleinlebenden. Und unsere Wohnräume und Städte müssten sich ohnehin verändern, macht Horx-Strathern auf der Handelsblatt-Tagung Immobilienwirtschaft in Berlin deutlich. Der Grund: Auch Immobilien- und Stadtentwickler müssen sich Trends anpassen. Das Zukunftsinstitut hat zwölf solcher Trends ausgemacht. Vier von ihnen sind für die Immobilienwirtschaft besonders relevant: Urbanisierung, Digitalisierung sowie die Alterung und die Individualisierung der Gesellschaft.

Urbanisierung bedeutet, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen. „Leben und arbeiten wachsen immer stärker zusammen. Pendeln ist out“, fasst Gabriele Volz das Ergebnis der WealthCap-Studie „DNA des Erfolges – Stadt der Zukunft“ zusammen. Volz ist Geschäftsführerin des Unternehmens, das vor allem als Anbieter geschlossener Immobilienfonds bekannt ist. Dekabank-Chefsvolkswirt Ulrich Kater prophezeit allerdings: Nicht in allen deutschen Großstädten mit steigender Einwohnerzahl wachse die Bevölkerung in den nächsten 15 Jahren durch den Zuzug von Menschen, die dort Arbeiten wollen. In Berlin, Frankfurt, Hamburg und München werde die arbeitsfähige Bevölkerung zunehmen. In Düsseldorf, Köln und Stuttgart werde der Bevölkerungszuwachs hingegen durch Rentnerhaushalte ausgelöst. Senioren ziehen in die Stadt, weil sie die dort kürzeren Wege zum Einkaufen, zu Ärzten und zu Kultureinrichtungen schätzen.

Ein anderer Trend, der die Stadt der Zukunft prägt: Die steigende Lebenserwartung der Menschen, die auch den Bedarf an altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum steigen lässt. Städte müssen reagieren – und ihre Infrastruktur an die Lebensumstände älterer Menschen anpassen. Dazu gehört beispielsweise, dass Einstiegshürden an Bus- und Bahnhaltestellen beseitigt werden. Manchmal können aber auch ganz banale Dinge helfen. Ein Beispiel liefert Singapur. Dort können ältere Bürger Fußgängerampeln mit einer Chipkarte so steuern, dass die Grünphase für Fußgänger verlängert wird. Somit können sie die Straße in einem für sie angenehmen Tempo überqueren.

Kommentare zu " Stadt der Zukunft: Wie wir in Zukunft leben"

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  • STADT DER ZUKUNFT
    Wie wir in Zukunft leben
    von:
    Reiner Reichel
    Datum:
    12.11.2017 22:48 Uhr
    ................................................

    Wieso in die Zukunft schauen wenn wir immer noch PRIMITIV LEBEN IN HEUTIGE TAGEN !

    Im Irak gab es wieder Erdbeben und die menschen dort sind nun Obdachlos.
    In Italien gab es Erdbeben und viele Menschen sind dort Obdachlos geworden und bis heute immer noch Obdachlos trotz eine REICHE EUROPÄISCHE UNION DIE NUR GELDER KOSTET aber sich um Gurken Größen , Glühbirnen, Duschbrausen und Staubsauger kümmert anstatt sich über wichtigere Dinge zu beschäftigen wie etwa STRENGERE BAUGESETZEN FÜR ERDBEBEN GEBIETEN !

    EUROPA HAT NICHT EINMAL WOHNRAUM FÜR SEINE 500 MILLIONEN MENSCHEN !

    Diese Europäische Union will nicht einmal die genaue Anzahl der Obdachlose EUROPÄER in ganz Europa wissen wollen !!!

    Diese EU ist abzuschaffen und abzuwählen !

    EU-EXIT FÜR ALLE IN EUROPA DURCH EINEN EUROPA WEITEN REFERENDUM MUSS HER !!!

    Diese EU kostet uns nur Geld und bringt uns Bürger nichts positives ein !

    EU macht etwa einen LISSABONNER VERTRAGSBRUCH der uns Europäer Jahr für Jahr nur unnötige 280 MILLIONEN EURO an Steuergelder kostet und mit KORRUPTION GLEICH ZU STELLEN IST !!!

    FÜR JEDES JAHR 280 MILLIONEN EURO könnte man in ganz Europa viele Arbeitsplätze beschaffen etwa im Sozialen Wohnungsbau !!!

    Doch wir Europäer schauen nur zu und wehren uns nicht !!!

    An der letzte EU-Wahlen waren nur 45% der Wahlberechtigte beteiligt, also sind 55% der Europäer GEGEN DIESE EUROPÄISCHE UNION und damit ist diese EU NICHT LEGITIMER DEMOKRATIE !!!

    EU MUSS WEG, unsere gelder in Europa sind nicht dazu da um Politiker die Unrentabel sind nur am Napf zu erhalten sondern unsere Gelder sind für wichtigeres zu benutzen wie etwa FÜR MEHR SOZIALEN WOHNBAU IN GANZ EUROPA !

    EUROPA HAT SEIT 10 JAHREN PERMANENTE 30 MILLIONEN ARBEITSLOSEN und der EU ist es bekannt aber die machen nichts positives für uns Europäer !

    EU-EXIT FÜR ALLE, einen EU-EXIT FÜR GANZ EUROPA MUSS HER!

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