Stadtentwicklungsprojekt
Mülheims City rückt ans Wasser

Mit dem Ruhrbania genannten Stadtentwicklungsprojekt putzt sich das am Rande des Ruhrgebiets gelegene Mühlheim heraus. Die Grundidee des Cityumbau-Projekts Ruhrbania liegt in der gestalterischen Zusammenführung der trostlosen Mülheimer Innenstadt mit den außergewöhnlich schönen Lagen der Ruhr. Im Mittelpunkt steht die künftige Promenade am Fluss.

MÜLHEIM. Die Pegelstände an der Ruhr in Mülheim sind seit ein paar Wochen höher als gewohnt. Nicht das Frühjahrshochwasser trägt Schuld daran, sondern immer neue Wasserstandsmeldungen zur Frage, wo das beste Grundstück für den Bau einer neuen Fachhochschule liegen könnte. Gestritten wird darüber, ob Fachhochschüler den Blick auf die saftig grünen Auen genießen dürfen oder ob dies das Privileg der künftigen Bewohner und Besucher des neuen Uferquartiers "Ruhrbania" sein soll, an dem schon kräftig gebaut wird. Für Immobilienexperten wie die Wohnungsmaklerin Vanessa Orts und einen Teil der lokalen Politik ist klar: "Ruhrbania hat das Ziel, Leben in die Stadt zu bringen. Mülheim gehört zu den schrumpfenden Städten der Region. Darum sollte hier hochwertigen Wohnraum schaffen."

Die Grundidee des Cityumbau-Projekts Ruhrbania liegt in der gestalterischen Zusammenführung der trostlosen Mülheimer Innenstadt mit den außergewöhnlich schönen Lagen der Ruhr. Sie durchfließt die 168 000-Einwohnerstadt auf einer Strecke von - überwiegend unverbauten - 14 Kilometern. "Die Innenstadt liegt zwar nur einen Steinwurf vom Fluss entfernt, aber das ist in der Innenstadt weder spürbar noch sichtbar", sagt Stadtplanungsdezernent Klaus Beisiegel. Auf eine Länge von 500 Metern soll deshalb die Innenstadt an den Fluss heranrücken. Am südlichen Ufer wird eine Promenade entstehen, am Hafen ist Platz für Gastronomiebetriebe und Dienstleister.

Im Norden des neuen Quartiers sind auf zwei von vier Baufeldern Wohnungen geplant. So auch auf dem Teilstück, das jetzt für die Fachhochschule herhalten soll. "Das ist nicht tragisch, denn es bleiben genügend Areale für Wohnnutzungen übrig", meint Planer Beisiegel, den der ganze Trubel überrascht. Zum einen, weil die Stadt genau diese Ruhrbania-Teilfläche eingesetzt hat, um beim Land Nordrhein-Westfalen den Zuschlag für die Hochschule zu bekommen. Außerdem stehe eine Bildungseinrichtung keineswegs im Widerspruch zum Ruhrbania-Konzept. 2 000 Studenten und rund 250 Universitäts-Mitarbeiter würden endlich Leben in die City bringen. "Die ganze Innenstadt wird zum Campus" schwärmt Planer Beisiegel.

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