Steigende Mieten für Ladenlokale
Filialisten drängen weiter in 1a-Lagen

Die großen Modeketten haben noch nicht jeden Wunsch-Standort besetzt. Deswegen ist Achim Weitkamp, geschäftsführender Gesellschafter der Maklergesellschaft in der Lührmann-Gruppe überzeugt: "Die Filialisierung wird fortschreiten." Mit welcher Konsequenz dabei Textil- und Schuhketten in die Innenstädte drängen, macht der Mietspiegel deutlich.

DÜSSELDORF. Allein im Jahr 2008 stieg der Filialisierungsgrad in deutschen 1a-Lagen um durchschnittlich 3,5 Prozentpunkte auf 54,3 Prozent, hat Lührmann, der Spezialist für 1a-Objekte, ermittelt. In Solingen, Bochum und Dortmund hat die Quote schon mehr als 80 Prozent erreicht. Eine Folge: Was man Shoppingcenter-Betreibern vorwirft, gilt auch für Einkaufsstraßen - die immer gleichen Mieter führen zu wachsender Uniformität.

Mit welcher Konsequenz gerade Textil- und Schuhketten in die Innenstädte drängten, ist an den Mieten abzulesen. Auf der Suche nach den knappen Großflächen in den City-Lagen trieben sie die Mieten für Ladenlokale von 350 bis 400 Quadratmetern (qm) in Großstädten in den vergangenen zehn Jahren um knapp 50 Prozent, für Läden der Größe 1 200 bis 1 500 qm sogar um mehr als 50 Prozent nach oben. Wachstumsraten, die in kleineren Städten und mit kleineren Einheiten nicht annähernd erreicht wurden. Je kleiner die Stadt und die Mietfläche, desto geringer das Wachstum. Aber: In großen Städten sind die höchsten Quadratmetermieten für kleine Flächen fällig.

Weil Investoren problemlos vermieten und auf steigende Werte vertrauen können, sind die Mietrenditen geringer als bei Einkaufs- und Fachmarktzentren. Immobilienberater Atisreal hat beispielsweise für Geschäftshäuser an Münchens Kaufinger Straße fünf Prozent ermittelt. Lührmann berichtet von nur vier Prozent. Werte, mit denen sich am ehesten in Generationen denkende Privatpersonen zufrieden geben.

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