Steigendes Platzierungsvolumen erwartet
Gebäude der Telekom ziehen Anleger an

„Die Initiatoren geschlossener Immobilienfonds blicken wie immer sehr optimistisch in die Zukunft“, stellt der Fondsanalyst Stefan Loipfinger fest.

rrl DÜSSELDORF. Aus seiner „Marktanalyse der Beteiligungsmodelle 2004“ geht hervor, dass Anleger in diesem Jahr 60 Prozent mehr in geschlossene Immobilienfonds investieren müssten als 2003, wenn die Planzahlen der Anbieter Realität werden sollen. Loipfinger macht deutliche Abstriche, erwartet aber dennoch 2004 ein weiter steigendes Platzierungsvolumen.

Im vergangenen Jahr legten Fondszeichner knapp 4,8 Mrd. Euro in Immobilienfonds an, wovon 2,3 Mrd. Euro auf Fonds mit deutschen Objekten entfielen. Loipfingers Zahlen übersteigen die des Analysehauses Scope Group deutlich. Die Berliner ermittelten ein Volumen von 3,7 Mrd. Euro für Immobilienfonds und beziffern den Deutschland-Anteil auf knapp 1,6 Mrd. Euro. Grund für die Differenzen, die auch in anderen Fonds-Segmenten zu beobachten sind, sind die unterschiedlich breiten Erhebungen. Scope fragt 150, Loipfinger 400 Initiatoren im Gesamtmarkt geschlossener Fonds.

Dass Deutschland-Fonds einen nicht erwarteten Markterfolg erzielten, führt Loipfinger auf die Vielzahl der angebotenen Fonds mit Immobilien der Deutschen Telekom zurück. Das Management der für die Vermarktung der Telekom-Gebäude verantwortlichen Sireo Real Estate Asset Management setzt inzwischen auf Einzel- statt Paketverkäufe und sieht Anbieter geschlossener Immobilienfonds als bevorzugte Partner bei Verkaufsgesprächen.

Zu den großen Trends 2003 zählt Loipfinger, dass die Anfangsausschüttungen mit durchschnittlich 6,2 Prozent weiter gestiegen sind. Gleichwohl beklagt er, dass diese immer noch durch Finanzierungen in Schweizer Franken und Yen hoch getrieben werden. Den niedrigeren Zinsen in diesen Währungen stünden Wechselkursrisiken gegenüber.

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