Steuer
Handwerker-Rechnungen bald rückwirkend absetzbar

Künftig können Privathaushalte nicht nur haushaltsnahe Dienstleistungen, sondern auch Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen. Doch der Fiskus zieht dabei Grenzen.

Absetzbar sind nur die Arbeitskosten des Handwerkers, nicht die Materialkosten. Private Haushalte können jährlich 20 Prozent von maximal 3 000 Euro, insgesamt also bis zu 600 Euro direkt von der Steuerschuld abziehen.

Bisher war es nur möglich, bestimmte Schönheitsrenovierungen als haushaltsnahe Dienstleistung abzusetzen. Fürs Tapete malern lassen gibt’s also einen Zuschuss vom Finanzamt, für das Streichen lassen der Außenfassade bisher nicht. An haushaltsnahen Dienstleistungen beteiligt sich das Finanzamt ebenfalls mit bis zu 600 Euro jährlich.

Künftig sind sowohl haushaltsnahe Dienstleistungen als auch Handwerkerrechnungen absetzbar. Werden also Dienstleistende und Handwerker in Anspruch genommen, gibt es vom Finanzamt künftig bis zu 1 200 Euro jährlich zurück.

Übrigens: Für Dienstleistungen zur Betreuung pflegebedürftiger Personen im Haushalt gibt es zusätzlich bis zu 600 Euro im Jahr vom Finanzamt zurück. Privathaushalte mit einem Pflegebedürftigen bekommen damit insgesamt bis zu 1 800 Euro jährlich vom Fiskus erstattet, sofern mindestens 3 000 Euro Arbeitskosten für Handwerker und mindestens 6 000 Euro Arbeitskosten für Pflege-Dienstleistungen ausgegeben werden.

Die Neuregelung, dass Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzbar sind, ist ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung. Sobald die Regelung Gesetz ist, soll sie rückwirkend ab 1. Januar 2006 gelten.

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