Studie
Dresden ist beliebteste deutsche Bürostadt

Dresden, Nürnberg und Berlin sind aus Mietersicht die besten deutschen Bürostandorte. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie vom Bonner Marktforschungsunternehmen EuPD Research im Auftrag von SEB Asset Management. Die Firmen schätzen in diesen Städten besonders das gute Angebot und die ansprechende Architektur. Nürnberg und Berlin punkten mit günstigen Mieten.

FRANKFURT. Insgesamt äußerten im Frühjahr 2008 mehr als 3 000 Manager, die für die Anmietung von Büroflächen verantwortlich sind, in den 20 größten Städten Deutschlands ihre Meinung. Dabei gaben Dresdener Büromieter der Weltkulturerbe-Stadt Bestnoten für das gute Angebot an Büroflächen, architektonisch ansprechende Bürogebäude sowie die im Vergleich günstigen Nettomieten. In Nürnberg und Berlin trugen das günstige Mietniveau und das gute Image der Städte zur hohen Zufriedenheit bei.

Dass gerade Städte im Osten Deutschlands in einem solchen Städteranking gut abschneiden, verwundert Rainer Knapek, den Chef der Vermietungsabteilung bei CB Richard Ellis in München, nicht: "Hier wurden in den letzten Jahren viele neue und hochwertige Bürogebäude erstellt." Ebenso haben Städte wie beispielsweise Dresden und Leipzig viel investiert, um ihr Bild nach außen hin deutlich zu verbessern.

Andere Städte wiederum werden sich über ihr Abschneiden wundern. So landeten Bochum, Wuppertal und Duisburg auf den untersten Rängen. "Die Wirtschaftsförderungen dieser Städte werden sich die Fragen stellen müssen, an welchen Stellschrauben sie drehen können, um in Zukunft ein besseres Ranking erzielen zu können", sagt Hansjörg Bach, Professor am Studiengang Immobilienwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen-Geislingen, der die Studie wissenschaftlich begleitet hat.

Dennoch bieten der Studie zufolge alle deutschen Großstädte über 300 000 Einwohner gute Standort- und Mietbedingungen. Somit sind rund drei Viertel der Firmen mit ihrem bestehenden Mietverhältnis zufrieden. Neun von zehn Befragten halten einen Wechsel im Mietverhältnis derzeit gar für ausgeschlossen. Demnach korreliert die Wechselbereitschaft deutlich mit der Zufriedenheit, wobei nicht alleine die Kosten, sondern auch die Effizienz und Flexibilität der Bürofläche sowie andere wichtige Gebäudefaktoren im Zentrum stehen. "In Zukunft müssen sich auch Investoren mehr mit den Bedürfnissen der Nutzer auseinandersetzen, um gute Vermarktungschancen erzielen zu können", meint Oliver Barth, Geschäftsführer von Atisreal.

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