Studie
In Deutschlands Städten steigen die Wohnungsmieten

München bleibt die teuerste Stadt in Deutschland. Doch auch in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Hamburg steigen die Mieten. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Angebots- und Bestandsmieten. Besonders wer oft umzieht, zahlt drauf.

HB FRANKFURT. Häufiges Umziehen kommt deutsche Mieter teuer zu stehen. Denn die Mieten für neu angebotene Wohnungen steigen nach neuen Studien im Preis rasant (Angebotsmiete). Langjährige Mieter schützt der Gesetzgeber dagegen vor drastischen Preiserhöhungen.

So steigen die Angebotsmieten in den fünf Großstädten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München zum Teil deutlich, ergab eine Studie des Immobilien-Beratungsunternehmens Jones Lang Lasalle (JLL). "Dieser Trend wird anhalten und mit großer Wahrscheinlichkeit sogar deutlicher ausfallen als erwartet", erwartet Stefan Mergen, bei JLL verantwortlich für die Bewertung deutscher Wohnimmobilien.

Als Datenbasis der Studie dienen mehr als 130 000 Mietangebote aus dem ersten Halbjahr 2008. Anders als ein amtlicher Mietspiegel, der vor allem das Mietniveau im Bestand abbildet, betrachten die so genannten City Profile nur den Markt für Neuvermietungen.

"Es zeigt sich, dass der Mietspiegel häufig völlig ausgehebelt wird", sagt Mergen. In Prenzlauer Berg oder Mitte etwa, den derzeit begehrtesten Vierteln (Ost-)Berlins, zahlen Mieter mit knapp acht Euro pro Quadratmeter (qm) monatlich für eine sanierte Altbauwohnung durchaus 50 Prozent mehr, als der Mietspiegel für den Osten der Stadt ausweist. "Ähnliches stellen wir in Hamburg, zum Beispiel im Stadtteil St. Georg fest", sagt Mergen.

Anders als vergleichbare Studien - etwa vom Berliner Forschungsinstitut Empirica - wertet die JLL-Untersuchung die Daten auf Stadtteil-Ebene aus. Mit überraschenden Ergebnissen: So ist zwar München die Stadt mit den höchsten Durchschnittsmieten. Frankfurt aber reüssiert mit der teuersten Einzellage - dem feinen Westend. Hier herrscht eine Durchschnittsmiete von 14,85 Euro pro qm monatlich.

Den Trend bundesweit steigender Mieten bestätigt auch Empirica: In 70 Prozent der 118 deutschen kreisfreien Städte steigen die Angebotsmieten seit dem vierten Quartal 2005 kontinuierlich. Im Mittel um fünf Prozent kletterten sie am stärksten ausgerechnet in Neubrandenburg: Die Durchschnittsmiete stieg binnen zehn Quartalen um 26 Prozent von 4,27 Euro auf 5,36 pro qm und Monat.

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