Studie
Kurze Bauzeit spricht für Häuser von der Stange

Für jeden zweiten Bauinteressenten in Deutschland kommt laut einer Studie ein Fertighaus in Frage. Vier Prozent aller Deutschen leben demnach bereits in einem Fertighaus, wie eine repräsentative Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach für den Bundesverband Deutscher Fertigbau (Bad Honnef) ergab.

HB WEIMAR. Die Umfrage unter 1733 Personen über 16 Jahre wurde am Freitag zur Jahrestagung des Verbandes in Weimar vorgestellt. Die kurze Bauzeit wurde von 89 Prozent der Befragten als Vorteil gewertet. 67 Prozent nannten einen festen Bezugstermin und fast ebenso viele Befragte den Festpreis als einen Vorteil des Fertighauses.

Der Fertighaus-Hersteller hätten sich von der deutlich schlechteren Entwicklung der Bauindustrie abkoppeln können, sagte der Verbandsvorsitzende Gerd Glenewinkel. Der Marktanteil von Fertighäusern an allen Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser liege derzeit bei 13,6 Prozent. Im vergangenen Jahr seien es noch 13 Prozent gewesen.

In diesem Jahr werden laut Glenewinkel insgesamt rund 10 000 Fertighäuser gebaut. Das entspreche in etwa dem Niveau von 2003. Im Jahr 2004 seien es rund 10 600 Häuser gewesen, weil es auf Grund der Debatte um die Eigenheimzulage ein Zwischenhoch gegeben habe. Zwei Drittel aller gebauten Fertighäuser würden inzwischen individuell geplant. Das einheitliche „Typenhaus“ früherer Zeiten gebe es vergleichweise nur noch selten. Der Durchschnittspreis eines Fertighauses liege aktuell bei rund 170 000 Euro.

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Die 40 Mitgliedsunternehmen des Verbandes, die rund 80 Prozent der Gesamtbranche repräsentierten, erwarteten 2005 einen Umsatz von 1,42 Milliarden Euro nach 1,52 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Die Zahl der Mitarbeiter in den Mitgliedsfirmen bleibe mit rund 10 000 Beschäftigten stabil, sagte Glenewinkel.

Zu einer möglichen Erhöhung der Mehrwertsteuer sagte der Verbandsvorsitzende, dies werde Arbeitsleistungen verteuern und damit die Schwarzarbeit fördern. Außerdem sprach sich der Verband bei Wegfall der Eigenheimzulage für eine Verdoppelung der Kinderförderung aus. Damit spare der Staat immer noch rund 40 Prozent ein. Werde die Zulage ersatzlos gestrichen, könne jedes sechste bis siebte Eigenheim künftig nicht mehr gebaut werden.

Die Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar sollte am Freitagnachmittag den mit 7500 Euro dotierten „Preis des Deutschen Fertigbaus 2005“ erhalten. Damit würdigt die Branche den Einfluss und Vorbildcharakter des Bauhaus-Stils, der von der Weimarer Universität erfolgreich vertreten werde.

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