S&K-Razzien
Staatsanwälte ermitteln gegen „Finanzwelt“-Chefin

Bei den Razzien gegen die Immobiliengruppe S&K wurden auch die Räume einer Fachjournalistin durchsucht. Der Vorwurf der Staatsanwälte: schönfärberische Berichterstattung gegen üppige Beraterhonorare.
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Frankfurt/MainDer spektakuläre Fall der Investmentgesellschaft S&K weitet sich zum Medienskandal aus. Nach Informationen des Handelsblatts hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Wohnräume von Dorothee Schöneich durchsucht. Schöneich ist Gesellschafterin und Herausgeberin der Zeitschrift „Finanzwelt“.

Ihr wird laut Ermittlungsbeschluss vorgeworfen, durch wahrheitswidrige und schönfärberische Berichterstattung dazu beigetragen zu haben, dass die S&K zahlreiche Anleger fand und auf diese Weise mehr als 100 Millionen Euro veruntreute – so jedenfalls die Annahme der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft geht von der Annahme aus, dass Schöneich ihre Zeitschrift zum Zwecke der persönlichen Bereicherung als Werbebroschüre von der S&K-Gruppe missbrauchen ließ. So habe sie sie für die Unterstützung der Hauptbeschuldigten Schäfer und Köller allein 6000 Euro monatlich als „Beraterhonorar“ erhalten.

Wenn der S&K durch ihre Tätigkeit Anlegergelder zuflossen, habe sie zudem ein Prozent der Umsätze vereinnahmt. Darüber hinaus habe Schöneich von Schäfer und Köller teure Geschenke wie Handtaschen und Schmuck angenommen. Schöneich reagierte bis zum Redaktionsschluss gestern nicht auf Anfragen des Handelsblatts.

Die Finanzwelt ist nach eigenen Angaben mit 100 000 Lesern eine der führenden Publikationen für den erfolgsorientierten, qualifizierten Finanzberater im deutschsprachigen Raum. In der Selbstdarstellung heißt es: „Finanzwelt greift wichtige Themen der Finanzbranche auf, setzt Impulse und berichtet hierüber zum Wohle der Branche.“

Nach der bundesweiten Großrazzia gegen mutmaßliche Anlagebetrüger vom Dienstag waren eine Reihe von Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft genommen worden. Die Personen stehen im Verdacht, ein betrügerisches Schneeballsystem aufgebaut und Anleger um mehr als 100 Millionen Euro geprellt zu haben. Die Wirtschaftswoche hatte Ende Januar vor den Aktivitäten gewarnt.

Kommentare zu " S&K-Razzien: Staatsanwälte ermitteln gegen „Finanzwelt“-Chefin"

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  • Was sind das nur für Luftpumpen! Aus seinem eigenen Personality-Blog: http://stephanschäfer.org/ , soeben abgerufen

    ZITAT: Stephan Schäfer Jahrhundert-Gründer mit Visionen und sozialer Verantwortung. Stephan Schäfer ist einzigartig, sein Erfolg in der Immobilienbranche ist bisher unerreicht. ZITAT ENDE

    Sorry, der Typ muß ja komplett wahnsinnig sein! Die hellste Kerze auf der Torte scheint er ja nicht zu sein, wie sonst kann man sich so geistig abgehoben öffentlich darstellen. Wofür hält sich dieser aufgepumpte Schaumschläger?! Für Jesus? Unter aller Sau und unter jedem Niveau so eine unverblümt zur Schau getragene Großkotzigkeit. Hätte er mal lieber weiter bei ebay Schuhe verkauft wie er das vor S&K getan hat. Eine Null dieser Lackaffe. Aber tierlieb ist er, er kann ja gut "mit Hunden" sagt Utz, der Schneider.

    Das Gesülze auf http://jonasköller.org/ ist übrigens keinen Deut besser. Da bekommt man ja Augenkrebs beim Lesen!

    Und dann die ganzen Interviews und seitenlangen Jubelorgien zur S&K in der Finanzwelt - dass hier ALLES himbeerfarben angestrichen wurde, war einfach zu offensichtlich. Man hat wohl damit gerechnet, dass die Leser der Finanzwelt keinen höheren IQ als eine bekiffte Kellerassel haben mögen und den Braten somit nicht riechen. Falsch gedacht. Danke Staatsanwaltschaft.

  • Es fragt sich, ob die Zeitschrift nicht ingesamt nur dazu diente, das Schneeballsystem in Gang zu bringen. Ob das bei den heutigen Medien noch ein Skandal ist, weiß ich nicht. Manches was man liest oder im Fersehen sieht ist auch sonst nicht unbedingt einer unabhängigen fundierten und qaulifizierten Recherche entsprungen

  • michael oehme - der „feuermelder“ für den vertrieb ?

    jeder hat den begriff „leistungsbilanz“ schonma gehört.

    gibt es einen „FEUERMELDER“ für den vertrieb also einen apparat der initiatoren oder andere produktgeber die man besser als vertrieb / makler nicht anfassen sollte meldet - wenn einem die klagen der anlegerschutzanwälte zu teuer werden können?

    und die STEUERFAHNDUNG und der STAATSANWALT ???

    immerhin haftet man ja als vermittler teilweise 30 jahre lang während die prospekthaftung für die pappnasen die so manchen faulen fonds machen nur 3 jahre ist. das RISIKOO für eine kleine provision lange für die STRAFTATEN von andern zu haften ist also groß.

    meiner meinung nach ist michael oehme von fmb finanzmarktberatung michael oehme dann capisol gmbh dann docuware ag (schweiz, hallo sTEUERFAHNER!!!) umfirmiert in CAPITAL-PR AG hallo STEUERFAHNDER so ein „feuermelder“.

    also gerade aktuell auch wegn s&k und der POC Proven OIL Kanada die die WiWo jetzt auch im Auge hat.

    warum kann man zu der meinung kommen michael oehme / docuware ag / capital-pr ag sei ein toller „feuermelder“ ? Man könnte denken das immer wenn einer der namen pr für eine bude macht dann sollte der feuermelder im kopf angehen. man sollte sich die unternehmen dann ganz genau anschauen denn oft wird man echte überraschungen erleben. danach sollte man sich ganz genau fragen welchen unternehmen man das geld seiner kunden anvertraut.

    die leistungsbilanz von michael oehme ist ganz erstaunlich denn fast überall wo richtig geld der anleger verloren wurde war er mit dabei und hat wie ein handzahmer vertriebsjudas für wenig geld ganz viel gejubelt.

    zum beispiel bei:

    aci - dubai fonds der klassiker!
    inhabitat
    deutsche frankonia
    prozessgarant ag
    heritus ag
    albis
    bac
    debil select
    gre global real estate ag
    prime estate andreas schrobback

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