Tool der Woche
Endlich schuldenfrei

Die niedrigen Zinsen können viele Immobilienbesitzer zur Entschuldung nutzen. Ein Rechner zeigt, welche Anbieter die günstigsten Baufinanzierungen bieten, wie lange die Rückzahlung dauert und was sie kostet.
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DüsseldorfDer Immobilienboom zieht die Deutschen in seinen Bann. Die Preise für Wohnungen und Eigenheimen klettern in Top-Lagen in deutschen Großstädten weiter in die Höhe. Dabei legen die Deutschen nach wie vor Wert auf eine seriöse Finanzierung.

„Mit einem durchschnittlichen Eigenkapitalanteil von aktuell 22,13 Prozent bringen Erwerber mehr als die empfohlenen 20 Prozent in ihre Baufinanzierung ein“, sagt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher des Baugeldvermittlers Dr. Klein. Der Anteil des Fremdkapitals, den Immobilienkäufer über Darlehen aufnehmen, liegt bei 77,87 Prozent. Das geht aus dem neuen Trendindikator Baufinanzierung des Vermittlers hervor.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe zieht im Februar 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 6000 Euro auf 162.000 Euro an. Dieser Anstieg erklärt sich zum Teil durch das Anziehen der Immobilienpreise.

Auf der anderen Seite ist die durchschnittliche Monatsrate für ein Standarddarlehen von 150.000 Euro bei einer Beleihung von 80 Prozent und einem Tilgungssatz von zwei Prozent von 606 Euro auf 593 Euro gefallen. „Das ist die niedrigste monatliche Standardrate für ein Darlehen seit Juli 2013“, betont Gawarecki. Hauptgrund dafür ist wohl der leichte Rückgang der Baufinanzierungskosten.

Nach wie vor nutzen Anleger das niedrige Zinsniveau, um ihre Darlehen schneller abzuzahlen. So ist der durchschnittliche jährliche Tilgungssatz im Februar zwar von 2,4 Prozent im langfristigen Vergleich immer noch auf einem hohen Niveau. Ein Jahr zuvor betrug die durchschnittliche Tilgungsrate 2,2 Prozent. Und das macht Sinn: Denn dank der niedrigen Zinsen bietet sich Immobilienbesitzern die Chance, schneller schuldenfrei zu sein und das Häuschen oder die Wohnung ihr Eigen zu nennen.  

Kommentare zu " Tool der Woche: Endlich schuldenfrei"

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  • Für den Fall, dass jemand einen Darlehensvertrag mit niedrigem Zins und hoher Tilgung hat und diesen aufgrund vorübergehendem Liquiditätsengpass nicht mehr bedienen kann, sehe ich folgtende Möglichkeiten:
    Ansammlung des nicht mehr tragbaren Tilgungsanteils im Rahmen des - ggfls. erhöhten - Dispokredites, welcher mit den freien Grundschulden abgesichert und damit günstiger werden könnte.

    Aufnahme eines in Raten auszuzahlenden Darlehens, welches den nicht mehr tragbaren Teil der Tilgung auffängt. Hier muss der Betrag aber groß genug sein, damit die bank mitspielt.

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