Trendviertel 2014: Frankfurt
„Eine wahnsinnige Nachfrage“

In Frankfurt werden Wohnungen oft schon verkauft, bevor die Bagger anrücken. Kaufpreise und Mieten steigen rasant. Nicht nur Top-Lagen sind schon abgegrast. Jetzt sehen sich Investoren im Rotlicht-Milieu um.
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Frankfurt„Wohnraum ist in Frankfurt knapp.“ So kurz und bündig beschreibt Frank Junker, Chef der ABG Frankfurt Holding, die Lage. „Es gibt eine wahnsinnige Nachfrage in allen Preissegmenten.“

Sollte tatsächlich jemand daran zweifeln, ein Blick auf die Internetseite von Frankfurts größtem Wohnungsanbieter wird alle Zweifel nehmen. Wer auf der Homepage eine Eigentumswohnung suchen möchte, erfährt: „Leider konnten keine Angebote gefunden werden.“ Auch wer es mit einem Einfamilienhaus versucht, hat kein Glück.

„Die letzte Bauträgermaßnahme war vom Plan weg verkauft“, berichtet Junker. Potenzielle Mieter konnten Ende Mai gerade einmal zehn Wohnungen im Angebot der Gesellschaft finden, die in 50.000 Mietobjekten einem Viertel der Frankfurter Bevölkerung ein Zuhause gibt. Für Wohnungen, die frei werden, liegen bereits lange Listen von Interessenten vor – entsprechend wenige Anzeigen schaffen es überhaupt auf die Internetseite.

Frankfurt am Main: Die Trendviertel als .pdf

Im Januar ging die ABG dann die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers an und ließ den Uni-Turm in Bockenheim vor laufenden Fernsehkameras sprengen. Für die ersten 79 Wohnungen, die dort entstehen, haben sich bereits 1300 Interessenten registriert.

Ein solcher Nachfrageüberhang hat Konsequenzen für Mieten und Preise. Natürlich ist es umso teurer, je dichter man an die Innenstadt einschließlich Altstadt heranrückt. Dort wie in den angrenzenden Stadtteilen Nordend und Westend werden laut vdp Research inzwischen im Schnitt 14 bis 15 Euro Monatsmiete pro Quadratmeter aufgerufen. Wobei topsanierte Altbauten aus der Gründerzeit, wie sie im Westend noch vielfach zu finden sind, Neubauten kaum nachstehen.

Gerade wird das Gebiet um den historischen Stadtmittelpunkt Römer aufgewertet. Profane Betonklötze aus den 70er-Jahren weichen Neubauten. Wer eine der dort geplanten 54 Wohnungen ergattern will, muss inklusive des Erbbauzinses zwischen 5000 und 7250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zahlen – aber gut bezahlte Frankfurter Banker schockt das nicht. In Bockenheim, im Westend und im westlichen Nordend bewegen sich die Preise auf vergleichbarem Niveau.

Die Wohnungsknappheit ist mit derart kleinen Neubauvorhaben im oberen Preissegment nicht zu bekämpfen. Deshalb hat Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann den Wohnungsbau zur Chefsache gemacht. Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr sind rund 5300 Wohnungen neu genehmigt worden – der höchste Wert seit 50 Jahren, heißt es bei der Bauaufsichtsbehörde.

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  • Das erinnert mich an unsere Bemühungen, in München eine ETW zu kaufen (ab 5.000. Euro/ qm ) oder in Schwabing zu Preisen von 16.- bis 19.- Euro/qm zu mieten und Schwabing liegt noch an der Untergrenze gegen mehr stadtnahe Lagen wie Max- oder Isar-Vorstadt, Lehel etc. An der Donnersberger Brücke hätten wir noch was haben können, aber 15.000.- Euro/qm Kaufpreis ging über unsere Verhältnisse. Sie müssen hier eine Wohnung kaufen, bevor sie auf dem Reißbrett entsteht, sagt uns ein Makler. Wohnungen werden hier en bloc von reichen Südländern mit billigem Draghi-Geld gekauft. Das sollten sie aber lieber nach des Meisters Vorgaben in ihren Ländern investieren, um die immer noch dümpelnde Wirtschaft anzukurbeln oder in deren Schrottanleihen investieren. Aber gigantische Kapitalfehlleitungen gehören nun mal zu den wesentlichen Erfolgen der Währungsunion: Der Euro hat euch allen Wohlstand gebracht, sagt Mutti Mainstream, jetzt weiß ich auch, wie die das gemeint hat: Die hat die reichen Griechen, Italiener, Spanier etc von München gemeint, sicher wird die noch mal vom Onassis eingeladen, bevor wir sie abwählen können.

  • Und wieviele der Eigentumswohnungen gerade in den genannten Stadtteilen werden tatsächlich Eigengenutzt und dienen nicht nur als Spekulationsobjekt oder Euro-Parkplatz für Vermögende? Es gibt schon zig Beispiele wo sich Personen eine ETW in einem Neubauprojekt gesichert hatten und nachdem 100% verkauft auf dem Werbeplakat stand wurden die Wohnungen mit ordentlich Aufschlang (teilweise Preis mal 2!!) wieder über Makler (inkl. Courtage durch Käufer) angeboten. Da die Zahlung bei einem Neubauprojekt in Etappen nach Baustand erfolgt auch kaum Risiko für den Erstkäufer.

    Und weil die nette Landesregierung ja nun schon zum 1.8.2014 die Grunderwerbsteuer auf 6% erhöht sind seit Pfingsten nochmal eine ganze Schippe an ETW und EFH in die Online-Portale eingestellt worden..... zu gesalzenen Preisen versteht sich von selbst..... denn wer dem Land die 1% nicht gönnen will wird jeden Preis zahlen.

  • Immobil - der Staat zieht euch das Fell über die Ohren.....
    Weil ihr nicht flexibel seid

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