Trendwende ist frühestens 2006 in Sicht
Überangebot drückt die Mieten

Der deutschen Gewerbeimmobilienmarkt befindet sich in der längsten Krise der Nachkriegszeit. Seit 2001 gehen die Mieten im wichtigsten Segment Büroimmobilien runter und die Leerstände rauf. Und das Ende der Krise – von den Optimisten unter den Immobilienberatern für Ende 2004 prognostiziert – lässt auf sich warten. „Der Kampf um die Mieter geht weiter“, stellt Michael Fritz, Deutschland-Geschäftsführer der Immobilienberatungsfirma Jones Lang Lasalle fest.

FRANKFURT/M./DÜSSELDORF. Im nächsten Jahr werde der Leerstand in den deutschen Immobilienhochburgen – das sind die Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg und München – noch leicht zunehmen. Zwischen Ende 2005 und Mitte 2006 erwartet Fritz die Trendwende – abnehmender Druck auf die Mieten auf Grund größerer Nachfrage.

Die Nachfrage nach Büroraum hängt von der Konjunktur ab. So lange Unternehmen keine zusätzlichen Mitarbeiter in Deutschland einstellen, benötigen sie keinen Zuwachs an Büroraum. Selbst wenn sich in den nächsten zwölf Monaten die Konjunktur beleben würde, werde dies erst 24 Monate oder später auf den Immobilienmarkt wirken, gibt Ulrich Jacke, Geschäftsführer der Dr. Lübke Immobilien GmbH, zu bedenken. Dabei wird aus Sicht Jackes das Leerstandsproblem zunächst von den Top-Standorten in den Hochburgen auf die Peripherie verlagert. Grund sind die so genannten „Heimkehrer“. So würden im Großraum Frankfurt Firmen wieder ins Bankenviertel der Metropole ziehen, die zur Jahrtausendwende nicht bereit waren, Mieten jenseits von 40 Euro je Quadratmeter zu akzeptieren. Heute koste der Quadratmeter in der allerbesten Lage 30 bis 32 Euro.

Das Phänomen der Heimkehrer ist auch in anderen Städten zu beobachten und dürfte vielerorts dafür verantwortlich sein, dass die in Quadratmetern gemessenen Vermietungsleistungen sich trotz der Krise stabilisiert haben. Gleichzeitig fallen bei den Neu- und Weitervermietungen weniger effizient geschnittene Bürogebäude aus dem Markt – Folge einer seit längerem zu beobachtenden Tendenz, aus Kostengründen die Fläche je Mitarbeiter zu verringern.

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