Überbrückungsdarlehen
Private Equity Fonds springen in die Bresche

Der Kreditverbriefungsmarkt ist zusammengebrochen. Private Equity Fonds bieten hochverzinsliche Überbrückungsdarlehen an und refinanzieren gute US-Immobilien, die jedoch nur für hochwertige, gut vermietete Objekte zur Verfügung stehen. Aus dem Vermieter- wird ein Mietermarkt.

DÜSSELDORF. Ob Europa oder USA, die Feststellung der Jamestown-Geschäftsführung trifft hier wie dort zu: „Immobilienkredite sind derzeit praktisch nicht erhältlich“, schreibt der größte Anbieter von US-Immobilienfonds seinen Anlegern. Der wichtigste Grund: Der Kreditverbriefungsmarkt ist zusammengebrochen.

„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Verbriefungsmarkt im Jahr 2009 annähernd das Volumen erreichen wird, das nötig ist, um die Nachfrage nach Refinanzierungen im Firmen- und Immobilienkreditgeschäft zu befriedigen“, heißt es in einer Studie von Jones Lang Lasalle (JLL) zum US-Markt. Private Equity Fonds böten hochverzinsliche Überbrückungsdarlehen an, die jedoch nur für hochwertige, gut vermietete Objekte zur Verfügung stünden, beobachtet JLL.

In diesem Jahr wird aus dem Vermieter- ein Mietermarkt. Die konjunkturbedingt geringere Nachfrage zeigt sich in den USA bereits mehr als hierzulande in zunehmenden Untervermietungen. Die drücken die Preise auf dem Erstvermietungsmarkt. Der US-Immobiliendienstleister Grubb & Ellis (G&E) erwartet um vier bis fünf Prozent sinkende Mieten sowohl für die sehr guten Objekte, so genannte Class-A-Gebäude, wie auch für Class-B-Immobilien.

Das steigende Angebot wirkt zusätzlich negativ auf Mieten und Leerstandsquote. Ende des Jahres 2008 waren nach Zahlen von G&E rund 8,4 Mio. Quadratmeter Büroraum im Bau. Der Löwenanteil werde 2009 fertiggestellt. Aus diesem Grund werde der Leerstand bis Ende 2009 um zwei Prozentpunkte auf 16,5 Prozent steigen.

Jamestown, zurzeit mit zwei Projektentwicklungsfonds auf dem US-Markt vertreten, weist die Anleger des bereits investierten Fonds „Co-Invest 4“ klar darauf hin, dass sich Einnahmen verzögern und geringer ausfallen werden. Der Kölner Initiator erwartet aber auch, dass das eingezahlte Kapital bis zum Laufzeitende 2014 an die Investoren zurückfließen wird. Die Anleger des noch in der Platzierung befindlichen „Co-Invest 5“, der noch kein Projekt gekauft hat, sollen dagegen von sinkenden Immobilienpreisen profitieren.

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