Überhitzungsgefahren: Bundesbank gibt Entwarnung bei Immobilien

Überhitzungsgefahren
Bundesbank gibt Entwarnung bei Immobilien

Wohnungen in Berlin, Hamburg, München oder Köln werden immer teurer. Der Aufwärtstrend der Mieten hat auch 2013 angehalten. Eine Immobilien-Blase fürchtet die Bundesbank dennoch nicht.
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FrankfurtObwohl Wohnungen in vielen deutschen Städten immer teurer werden, besteht nach Einschätzung der Bundesbank keine Blase am Immobilienmarkt. Von den Preisen gingen keine größeren Risiken für die Volkswirtschaft aus, schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Zwar habe sich der jahrelange kräftige Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen 2013 unverändert fortgesetzt. Es gebe jedoch weiterhin nicht genügend Wohnungen, um die ungebrochen hohe Nachfrage vor allem in den Ballungsräumen zu decken.

2013 verteuerten sich nach Berechnungen der Bundesbank Wohnimmobilien in 125 Städten um durchschnittlich 6,25 Prozent. Den größten Preisanstieg gab es bei Eigentumswohnungen in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf, die dort im Schnitt um neun Prozent teurer wurden. Seit Beginn des Preisauftriebs 2010 haben sich städtische Wohnimmobilien um fast ein Fünftel verteuert. Die Bundesbank schätzt, dass 2013 deutlich mehr als 177.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt wurden. Um den zusätzlichen Bedarf an Wohnraum zu decken, seien aber rund 260.000 neue Einheiten pro Jahr erforderlich.

Wichtigster Grund für die hohe Immobiliennachfrage ist das extrem niedrige Zinsniveau. Der durchschnittliche Zins für Wohnungsbaukredite sank 2013 auf 2,75 Prozent - der Leitzins der EZB auf das Rekordtief von 0,25 Prozent. Wegen der immer geringeren Finanzierungskosten sind Immobilien für immer mehr Käufer erschwinglich geworden. Im vergangenen Jahr vergaben die Banken 2,25 Prozent mehr Wohnbaukredite an private Haushalte. Aus Sicht der Bundesbank ist diese Steigerung noch moderat.

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  • "Wichtigster Grund für die hohe Immobiliennachfrage ist das extrem niedrige Zinsniveau." Ich denke immer noch, dass beides derzeit zusammenkommt. Niedriges Zinsniveau ohne Chance einer Steigerung UND hohe Mietsteigerungen.

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