Unibail-Rodamco

Immobilienfirma bietet 24,7 Milliarden Dollar für Rivalen

Immobilienkonzern Unibail-Rodamco will den australischen Betreiber von Einkaufszentren in den USA aufkaufen – und bietet 24,7 Milliarden Dollar. Die Übernahme würde den französischen Konzern zu einem Riesen machen.
Update: 12.12.2017 - 10:40 Uhr Kommentieren
Demnächst in französischer Hand? Quelle: Reuters
Westfield-Shoppingcenter in London

Demnächst in französischer Hand?

(Foto: Reuters)

Sydney/MelbourneDer auf Einkaufszentren spezialisierte französische Immobilienkonzern Unibail-Rodamco will für 24,7 Milliarden Dollar den Rivalen Westfield schlucken. Das Gebot von 7,55 Dollar pro Aktie enthalte einen Aufschlag von 18 Prozent auf den Kurs der Westfield-Papiere, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Westfield empfahl seinen Anteilseignern die Offerte als „sehr überzeugend“. Die Australier betreiben 35 Einkaufszentren in den USA und Großbritannien. Die Übernahme würde nach Angaben von Unibail-Rodamco einen global aufgestellten Immobilienriesen mit einem Bruttomarktwert von 72 Milliarden Dollar und Standorten in 27 attraktiven Einzelhandelsmärkten schaffen.

Weltweit gibt es eine Übernahmewelle bei Shoppingcenter-Betreibern, weil das traditionelle Einzelhandelsgeschäft unter dem zunehmenden Onlinehandel leidet. Einzelhändler reagieren vermehrt mit der Schließung von Läden und üben so auf die Besitzer Druck aus, Leerstände zu füllen und in Shoppingcenter neu zu investieren.

Westfield wurde 1959 vom Milliardär Frank Lowy mit einem Shoppingcenter in Sydney gegründet und gehört mittlerweile zu den größten Shoppingcenter-Eigentümern und -Betreibern weltweit. Das Unternehmen betreibt und besitzt 35 Malls in den USA und in Großbritannien. Unibail-Rodamco bereinigt derzeit sein Europa-Portfolio mit dem Verkauf von kleineren und weniger wichtigen Immobilien und reinvestiert etwa in größere Shoppingcenter.

  • rtr
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