Urteil zu Kinderlärm
Immobilienrecht: Kinderlärm ist okay

Kinder spielen niemals geräuschlos. Mit den fröhlich tobenden Kleinen müssen sich immer wieder Gerichte befassen, so auch das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße. Nun stellten die Richter klar: Spielende Kinder und der von ihnen verursachte Lärm gehören zum Alltag in einem Wohngebiet.

kbs HB. Ein handelsüblicher Spielturm für Kinder sei kein Fall für die Bauaufsicht, auch wenn er in der Nähe der Grundstücksgrenze steht, stellten die Verwaltungsrichter fest. Sie gaben einer Familie Recht, die das Kletter- und Spielgerät für ihre Kinder in den Garten gestellt hatte. Spielende Kinder und der von ihnen verursachte Lärm gehörten zu einer ganz normalen Nutzung in einem Wohngebiet stellten die Richter klar. Nur bei Aufenthalträumen oder Gebäuden muss mehr Abstand vom Grenzzaun eingehalten werden. Ein Spielturm sei aber kein Aufenthaltsraum.

"Das Gericht bescheinigte dem lärmempfindlichen Nachbarn, dass Kindergeräusche sozial adäquat und hinzunehmen sind", lobt Matthias Steinke von der Kanzlei Bethge und Partner das Urteil.

Aktenzeichen: Verwaltungsgericht Neustadt a. d. Weinstraße vom 17. April 2008, 4 K 25/08

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