US-Immobilienunternehmen
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In der schwierigen Wirtschaftslage bleiben viele Hausbesitzer und Investoren auf ihrem Eigentum sitzen. Folglich treten die US-Immobilienunternehmen auf die Bremse - im Kampf um neue Mieter ist vor allem Kreativität gefragt.

NEW YORK. Noch im vergangenen Jahr konnten sich die großen Wohnungsgesellschaften in den USA zu den Gewinnern der Immobilienkrise rechnen. Denn viele in Zahlungsschwierigkeiten geratene Hausbesitzer wurden zwangsläufig wieder zu Mietern, nachdem sie ihre Immobilie verkaufen oder an die Bank abtreten mussten. Das sorgte für einen kurzen Boom auf dem Markt für Mietimmobilien. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet und die Vermieter müssen mit Preisnachlässen und Extras werben, um ihre Wohnungen an den Mann zu bringen.

Wie die New Yorker Analysefirma Reis ermittelte, fielen die Mieten in den USA im vierten Quartal 2008 erstmals seit Anfang 2003. Der Rückgang betrug 0,4 Prozent. Betrachtet man das gesamte vergangene Jahr, so stiegen die Mieten zwar um 2,2 Prozent. Doch das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als die Vermieter sich noch über einen Zuwachs von 4,6 Prozent freuen konnten.

"Jetzt wird deutlich, dass der Mietwohnungsmarkt wesentlich stärker angeschlagen ist, als das die meisten Leute zunächst erwarteten", sagt Hessam Nadji, Direktor der Maklerfirma Marcus & Millichap. Sein Unternehmen rechnet für dieses Jahr mit keinerlei Wachstum bei den Mieten. Laut Reis stagnierten oder fielen im vergangenen Quartal die Mieten in 59 der 79 beobachteten Regionen.

Auch in Städten wie San Francisco, Seattle oder New York, in denen die Mieten Anfang 2008 noch kräftig zulegten, hat sich der Markt deutlich abgekühlt. Grund ist der Stellenabbau im Dienstleistungssektor. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit ziehen viele potentielle Mieter in Wohngemeinschaften oder kriechen wieder bei den Eltern unter. Hinzu kommt, dass derzeit insgesamt mehr günstige Mietobjekte auf dem Markt sind.

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