USA: Neue Städte vom Reißbrett

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Neue Städte vom Reißbrett

Die Fangemeinde von Großprojekten oder „Master-Planned Urban Developments“ wie Victory Park wächst in den USA. Dabei entwickeln die Designer große Teile der Innenstadt oder sogar ganze Kleinstädte auf einmal, statt sich auf einzelne Shoppingmalls oder Apartmentanlagen zu beschränken.

HB HOUSTON. Allein die Videoleinwand kostet 18 Millionen Dollar. Bei seinem neuesten Prestigeprojekt „Victory Park“ lässt sich Milliardär Ross Perot Junior nicht lumpen: Mitten in Dallas entsteht zurzeit das größte innerstädtische Bauprojekt im Süden der USA, mit Hotels, Luxusapartments und teuren Einkaufszentren. Geplanter Bezugstermin für die ersten Bewohner ist der Sommer 2006.

Auch das „American Airlines Center“, in dem Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks das Basketballfeld zum Glühen bringt, steht auf dem Territorium von Victory Park. „Dallas mausert sich im Moment zu einem der wichtigsten Kulturzentren der USA, und wir erwarten pro Jahr etwa 17 Millionen Besucher in Victory Park“, sagt Kristin Gray, Direktorin für Geschäftsentwicklung bei Victory Media.

Die Fangemeinde von Großprojekten oder „Master-Planned Urban Developments“ wie Victory Park wächst in den USA. Dabei entwickeln die Designer große Teile der Innenstadt oder sogar ganze Kleinstädte auf einmal, statt sich auf einzelne Shoppingmalls oder Apartmentanlagen zu beschränken. Angelockt werden viele Käufer und Mieter von den beispiellosen Annehmlichkeiten einer bis ins kleinste Detail durchgeplanten Kommune. In Victory Park etwa brauchen die Besucher weder auf gepflegte Joggingwege und Seen gleich vor der Haustür zu verzichten noch auf die drahtlose Internetverbindung von jeder Parkbank aus. Restaurants der Spitzenklasse und ein hochklassiges Unterhaltungsprogramm gehören ebenfalls zur Ausstattung. „Es ist wichtig, bei einem solchen Großprojekt immer an die einzelnen Zielgruppen zu denken und auf sie zugeschnittene Angebote zu liefern“, sagt Fabian Hellbusch, Marketingleiter der Deutschen Immobilienfonds AG (DIFA), die selbst an Quartiersentwicklungen in Deutschland beteiligt ist. „Man darf so etwas nicht künstlich inszenieren, sondern muss sich aktiv um seine Nutzer kümmern.“

Denn sonst laufen die Designer Gefahr, an ihren Kunden vorbei zu planen. Und deren Wünsche gehen im Moment in den USA wieder stärker auseinander, sagt Geschäftsführer Michael Birnbaum vom Immobilieninvestor Kanam International: „Wir beobachten den interessanten Trend, dass es Singles und kinderlose Ehepaare verstärkt zurück in die Innenstädte zieht, während die Familien weiterhin in den Vorstädten bleiben wollen.“

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