Valencia
Großes Vorbild Barcelona

Anlässlich der 32. Austragung des international renommierten Segelwettbewerbs America´s Cup im kommenden Jahr soll die Umgestalltung der spanischen Stadt Valencia in Angriff genommen werden. Der alte Industriehafen soll in eine moderne Freizeitmeile umgebaut werden.

VALENCIA. Schon jetzt beherbergt Valencia mit der Ciudad de las Artes y las Ciencias die architektonisch wohl spektakulärste Museumsinsel Europas. Mehr als vier Millionen Touristen aus aller Welt stehen hier jährlich Schlange, um in dem mehrere Kilometer langen weiß leuchtenden Komplex zwischen mediterranen Wasser- und Lichtspielen die Kunst- und Wissenschaftswelt zu erforschen.

Die 32. Austragung des international renommierten Segelwettbewerbs America´s Cup im kommenden Jahr soll nun der an ihren Rändern immer noch heruntergekommenen Stadt einen neuen städtebaulichen Schub geben. Besonders wichtig ist dabei die Umgestaltung eines stillgelegten Teils des Industriehafens, in dessen Nähe bisher Prostituierte und Drogendealer zu Hause waren.

500 Millionen (Mill.) Euro hat die spanische Regierung der Stadt für dieses seit 2003 laufende ambitiöse Bauvorhaben zugesagt, den Rest steuert Valencia bei. Durchgeführt werden die Arbeiten vom spanischen Bauunternehmen Dragados. Es entsteht unter anderem eine Marina. Baufällige Häuser und Straßenstrich sollen durch neue Infrastrukturprojekte verschwinden. Als großes Vorbild dient den Valencianern dabei die katalanische Metropole Barcelona, die es geschafft hat, den Yachthafen durch die Ansiedlung von Luxushotels, Restaurants und Cafés nach den Olympischen Spielen 1992 zu einer weiteren touristischen Attraktion der Stadt zu machen.

„Allerdings gibt es noch viel zu tun, damit wir dieses Ziel erreichen“, gesteht Juan Añon. Der mehrfach prämierte valenzianische Architekt ist für die Begrünung der Marina verantwortlich. Er beklagt den enormen Zeitdruck und die unkoordinierte Planung des Gesamtvorhabens. „Bis April nächsten Jahres muss der Umbau fertig sein, und viele Dinge sind noch völlig unklar“, kritisiert er das kurzfristige Denken der Lokalpolitiker. Sein Büro wird dafür sorgen, dass auf der linken Seite des Yachthafens, die an den noch aktiven Industriehafen grenzt, ein 25 000 Quadratmeter großer Freizeitpark mit Cafés und Fahrradwegen entsteht.

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