Verbindliche Vereinbarungen können helfen
Frust mit Handwerkern vermeiden

Um Ärger mit Handwerkern zu verhindern, sollten von vornherein einige Regeln beachtet werden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt Tipps, um unliebsame Überraschungen und Streitigkeiten zu vermeiden.

So ist es ratsam, mehrere Kostenvoranschläge einzuholen. Hier sollten Stundensätze und Materialpreise genau aufgeschlüsselt sein, da dann ein genauer Vergleich mit anderen Angeboten möglich ist. Übrigens: Wenn ein Handwerker während seiner Arbeit bemerkt, dass die veranschlagten Kosten um mehr als 15 Prozent überschritten werden, muss er dies umgehend dem Auftraggeber mitteilen. Dieser kann dann kündigen und braucht nur für die bis dahin erbrachten Leistungen zu zahlen.

Besser für den Auftraggeber kann es daher sein, vorher einen Festpreis und den genauen Leistungsumfang verbindlich zu vereinbaren. Wichtig: Eine unvollständige Leistungsbeschreibung kann eine feste Preisabsprache aufweichen und die Rechnungssumme in die Höhe treiben, warnen die Verbraucherschützer.

Wenn Kunden ein Schaden entsteht, weil ein Handwerker fest vereinbarte Termine nicht einhält, so kann man diesen Anspruch geltend machen. Anders sieht es beispielsweise aus, wenn es zu Verzögerungen kommt, weil notwendige Vorarbeiten anderer Handwerker unterblieben. Die Verbraucherschützer raten, generell schriftlich eine Vertragsstrafe zu vereinbaren, für den Fall, dass ein Handwerker aus eigener Schuld in Verzug gerät.

Wenn die Arbeiten erledigt sind, gilt es, diese gründlich zu überprüfen. Mängel sollten schriftlich festgehalten und per Foto dokumentiert werden. Arbeiten, die nicht in Auftrag gegeben wurden, müssen auch nicht bezahlt werden. Kommt es zu keiner zufriedenstellenden Abnahme, sollte im Zweifelsfall ein Fachmann zur Beurteilung hinzugezogen werden, raten die Fachleute. Wenn gepfuscht wurde, darf der Auftraggeber einen Teil des Rechnungsbetrags zurückbehalten, bis die Mängel beseitigt wurden. Fällt der Pfusch erst später auf, so muss ihn der Handwerker innerhalb einer angemessenen Frist beseitigen. Gelingt ihm das nicht, darf der Kunde eine andere Firma mit der Beseitigung der Mängel beauftragen – auf Kosten des pfuschenden Handwerkers.

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