Verbraucherschützer kritisieren Banken
Sinkende Zinsen nicht an Kunden weitergegeben

Das wahre Einmaleins der Banker ist für Edda Castello schon lange kein Geheimnis mehr. 22 Jahre Verbraucherschutz reichen, um zu erkennen, dass sich die Financiers bei Zins und Zinseszins nicht immer auf die Finanzmathematik verlassen.

"Die Banken rechnen mit der Unwissenheit der Kunden", sagt Castello, Leiterin der Abteilung Geld & Recht der Verbraucher-Zentrale Hamburg. Besonders draufzahlen müssen Bankkunden bei Darlehen mit variablem Zins. Bei diesen Krediten wird der Preis für das geliehene Geld nicht für die gesamte Laufzeit festgezurrt. Stattdessen einigen sich Bank und Kunde darauf, dass der Zinssatz mit dem Wirtschaftsgeschehen steigt und fällt. In den Verträgen liest sich das zum Beispiel so: "Den Zinssatz wird die Bank den Verhältnissen am Geld- und Kapitalmarkt ... in angemessener Form anpassen."

Manche Banken verstehen das als Freibrief, bei den Zinsen nach Gutdünken zu verfahren: Während sie bei steigenden Marktzinsen sofort ihre Forderungen erhöhen, lassen sie bei Abwärtstrends - wie dem der vergangenen Jahre - die fälligen Anpassungen zu Gunsten der Schuldner gerne unter den Tisch fallen.

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