Verbriefungen
Banken hoffen auf Neustart für Immobiliendeals

Verbriefungen von Hypothekenkrediten sind in Europa immer noch ein heißes Eisen. Bisher hat sich keine Bank getraut, den brachliegenden Markt wiederzubeleben. Doch jetzt gibt es in London ein Pilotprojekt.
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London/FrankfurtGezeichnet von drei Jahren Krise und auf der Suche nach frischem Geld schaut die europäische Immobilienbranche gespannt nach London. Dort bahnt sich ein Geschäft an, das zum Eisbrecher für den brachliegenden Markt mit Verbriefungen von gewerblichen Immobilienkrediten (CMBS) werden könnte. Kreisen zufolge steht der US-Finanzinvestor Blackstone vor einem rund 480 Millionen Pfund (rund 570 Millionen Euro) schweren Kauf des Bürokomplexes Chiswick Park. Drei Viertel des Geldes werde die Deutsche Bank bereitstellen, den Kredit anschließend verbriefen und ihn an institutionelle Investoren weiterverkaufen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Zwar dürfte die Transaktion Kreisen zufolge erst im zweiten Quartal endgültig in trockenen Tüchern sein. Doch falls sie gelingt, könnten andere folgen. Es käme wieder Liquidität in den Markt.

Blackstone und Deutsche Bank hüllen sich noch in Schweigen zu dem Deal. Chris Dunn, bei der Deutschen Bank für gewerbliche Immobilienkredite in Europa zuständig, äußert sich nur pauschal: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich der CMBS-Markt in Europa 2011 wieder öffnen wird - und wir werden daran sicherlich teilhaben.“ Gerade Versicherer und Pensionskassen hätten großes Interesse signalisiert, als Investoren in den Immobilienmarkt zurückzukehren. Der Zeitpunkt sei genau richtig.

Nach dem Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes hatten viele Investoren die Finger von verbrieften Hypotheken gelassen. Zu groß war der Vertrauensverlust, hatten doch viele der weltweit verkauften Papiere massiv an Wert verloren.

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