Versorger kontra Hausbesitzer
Streit um Regenwasser fürs WC

Umweltbewusst gedacht, aber ärgerlich für Wasserversorger: Hausbesitzer nutzen gerne Regenwasser für den Garten und die WC-Spülung. Doch Versorgungsunternehmen sehen ihren Absatz gefährdet und den Wasserpreis steigen. Ein Streit darüber landete vor Richtern, die ein salomonisches Urteil fällten.

Die Besitzer eines Hauses installierten eine Regenwassernutzungsanlage für die WC-Spülung und die Bewässerung des Gartens. Doch der kommunale Wasserversorger verweigerte seine Zustimmung: Wenn das Beispiel Schule mache, sei die örtliche Trinkwasserversorgung nicht mehr wirtschaftlich, es drohe ein massiver Preisanstieg. Die Eigentümer müssten auch für die Toilettenspülung öffentliches Wasser kaufen, nur den Garten dürften sie auf eigene Faust bewässern.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof sah das jedoch anders (4 BV 05.1037). Die beiden dürften sehr wohl auch für die Toilette Regenwasser verwenden, entschieden die Richter. Allein die Angst vor Nachahmern sei kein Grund, den Antrag abzulehnen. Allerdings dürften Versorger reagieren, wenn so viele mit Regenwasser spülen, dass tatsächlich eine massive Erhöhung des Wasserpreises droht.

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