Immobilien
Viele Fonds meiden das Hotelgeschäft

Hotelimmobilien werden von den Anbietern offener Immobilienfonds sehr unterschiedlich beurteilt. Für die Credit Suisse Asset Management Deutschland GmbH gehören Hotels nicht zum Kern der Anlagestrategie.

map DÜSSELDORF. Die Hanseatische Investment-GmbH lehnt den Erwerb von Hotelgebäuden aus dreierlei Gründen ab: Die Kaufpreise wirtschaftlich sinnvoller Hotelinvestitionen liegen in der Regel über den Investitionsvolumina des Hansaimmobilia-Fonds, darüber hinaus passe die relativ hohe Abhängigkeit vom jeweiligen Hotelbetreiber nicht in ihr Risikoprofil. Ferner entsprechen stark auf den Hotelbetreiber zugeschnittene Immobilien nicht dem hauseigenen Kriterium der Drittverwendungsfähigkeit. Die Kapitalanlagegesellschaft Kanam Grund möchte auch künftig nichts von Hotels wissen. Sie führt als einen der Hauptgründe für ihre Ablehnung Probleme mit der Kontrolle das Hotelmanagements an. Außerdem stören Kanam die rhythmisch anfallenden Erwerbs- und Renovierungskosten.

Zu den Befürwortern zählt vor allem die Difa, die mit 19 Hotels die meisten unter den offenen Fonds im Portfolio hat. Erst vor kurzem hat sie das „Marriott“ in Paris gekauft – zu dessen Preis sie schweigt –, wie auch für 40 Mill. Euro das „Marriott“ in München. Die Deka Bank hat ihre 270 Mill. Euro Hotel-Investitionen der beiden vergangenen Jahre auf drei Hotels im Ausland (Le Méridien in Barcelona und Wien, Golden Tulip in Mailand) und eines im Inland (Sofitel Berlin) verteilt. Der Grundwert-Fonds der Degi Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds hat 2,6 Prozent seines Fondsvermögens von rund 7,5 Mrd. Euro in Hotels investiert. Bei den Hotelobjekten des Offenen Immobilienfonds handelt es sich in der Regel um Häuser des Fünf- Sterne-Segments. Jüngste Errungenschaft: Der Hamburger Süllberg, in dem ein Sternekoch Furore macht. Dieser Erwerb sei eher untypisch, bekennt die Degi. Man bevorzuge klar profilierte Stadt- und Business-Hotels. Und die dürfen momentan gerne im Ausland stehen. Der deutsche Hotelmarkt habe – außer in Berlin – seine Sättigungsgrenze erreicht, stellt das Degi-Management fest.

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