Vonovia auf Kurs
Wohnungskonzern bestätigt Gewinnprognose

Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia befindet sich weiter auf Wachstumskurs und fuhr im ersten Halbjahr einen Gewinn von rund 458 Millionen Euro ein. Dafür waren insbesondere steigende Mietpreise verantwortlich.
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FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia profitiert von einer Wertsteigerung seiner Immobilien, stetig steigenden Mieteinnahmen und Dienstleistungsangeboten für seine Mieter. Wie das in den vergangenen Jahren durch eine Reihe großer Zukäufe gewachsene Unternehmen am Mittwoch in Bochum mitteilte, kletterte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) im ersten Halbjahr um fast ein Fünftel auf 457,7 Millionen Euro. Bei Börsianern kam das gut an: Die Aktie verteuerte sich um fast zwei Prozent und war damit zweitstärkster Wert im Dax.

Konzernchef Rolf Buch bestätigte seine Jahresprognose: Demnach soll das FFO bis zum Jahresende auf 900 bis 920 Millionen Euro steigen. Buch hatte seine Gewinnerwartungen nach Abschluss der Übernahme des österreichischen Konkurrenten Conwert zum Ende des ersten Quartals erhöht.

Ein wichtiger Grund für den Ergebnisanstieg sind unter anderem steigende Mieteinnahmen. Rund 833 Millionen Euro bezahlten die Mieter des Unternehmens im ersten Halbjahr, ein Plus von 7,6 Prozent. Im Schnitt lag der Mietpreis damit bei 6,12 Euro pro Quadratmeter. 2,9 Prozent der bundesweit rund 355.000 Wohnungen standen Ende Juni leer. Großteils sei das auf das milliardenschwere Investitionsprogramm zurückzuführen, mit dem der Konzern seine Häuser und Wohnungen derzeit modernisiert. In diesem Jahr will Vonovia dafür 730 Millionen Euro ausgeben.

Nach der Übernahme von Conwert plant Vonovia keinen Ausbau des Geschäfts in Österreich. „Wir haben Conwert wegen der deutschen Wohnungen gekauft, nicht wegen des Bestands in Österreich“, sagte Buch. Die ehemalige Conwert hat zwar in Wien ihre Wurzeln, allerdings auch fast 25.000 Wohnungen in Städten wie Berlin und Leipzig, in denen die Nachfrage nach Wohnraum steigt.

Wachstum durch größere Übernahmen peilt Buch vorerst nicht an, nachdem ihm im vergangenen Jahr die feindliche Übernahme des größten heimischen Konkurrenten Deutsche Wohnen nicht gelungen ist. Der Zukauf einzelner kleinerer Portfolien sei aber immer möglich. Allerdings: „Wir werden keine größeren Wohnungsbestände kaufen, die aus unserer Sicht überteuert sind.“

Um der Nachfrage auf dem teils überhitzen Immobilienmarkt in den deutschen Ballungsräumen hinterher zu kommen, baut Vonovia inzwischen selbst. Allein in diesem Jahr sind 2000 Wohnungen durch Neubauten und Dachaufstockungen geplant. Mit diesem Tempo will Buch auch in den kommenden Jahren weiter machen: Maximal will er 30.000 neue Wohnungen schaffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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