Vonovia und Deutsche Wohnen
Aktionärsberater befürworten Megafusion

Nach Glass Lewis spricht sich ein weiterer Aktionärsberater für die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen aus. Damit wird die Verschmelzung der beiden größten Wohnungsgesellschaften Deutschlands immer wahrscheinlicher.

Frankfurt/DüsseldorfEin weiterer einflussreicher Aktionärsberater hat sich hinter die geplante Megafusion in der deutschen Wohnungsbranche gestellt. Institutional Shareholder Services (ISS) sprach sich für ein Zusammengehen von Vonovia und Deutsche Wohnen aus, wie aus einem Dokument hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag. Die Vonovia-Aktionäre sollten die für die milliardenschwere Übernahme nötige Kapitalerhöhung auf den Weg bringen. Der Deal dürfte zwar die Verschuldung von Vonovia erhöhen. Auch die in Aussicht gestellten Synergien träten möglicherweise nicht so schnell ein wie gedacht, hieß es in der Analyse. Aber unter dem Strich sei die Übernahme zu empfehlen, weil damit die Qualität des Wohnungsportfolios steige.

Ähnlich hatte sich in dieser Woche bereits Glass Lewis geäußert. Vor allem angelsächsische Fonds folgen den Empfehlungen der Aktionärsberater oft. Die Vonovia-Anleger stimmen über die Pläne auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November ab. Deutsche Wohnen hat die Übernahmeofferte als feindlich bezeichnet und nachdrücklich zurückgewiesen, unter anderem weil die Bewertung als zu niedrig betrachtet wird.

Ursprünglich wollte Deutsche Wohnen mit dem Immobilienkonzern LEG fusionieren, der Nummer drei am Markt. Die Pläne platzen jedoch. Obwohl nun also die zwei größten Wohnungsgesellschafften einen Megakonzern formen wollen, gibt sich die LEG kampfbereit. Das Unternehmen stehe "mit breiter Brust" da, betonte Konzernchef Thomas Hegel am Donnerstag in Düsseldorf.

Weil das Tagesgeschäft brummt und das Sparprogramm greift, schraubte das Unternehmen schon jetzt seine Ziele für 2016 nach oben: Das operative Ergebnis soll nun bei 254 bis 259 Millionen Euro liegen, bislang wurden 233 bis 238 Millionen angepeilt. Dieses Jahr sollen es bis zu 204 Millionen Euro werden, wie die LEG am Donnerstag bekräftigte. Und auch die Aktionäre sollen von den Zuwächsen profitieren: Finanzchef Eckhard Schultz kündigt für das laufende Jahr eine deutlich höhere Dividende an.

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Aktionärsberater befürworten Megafusion

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LEG-Aktionäre dürfen auf steigende Dividende hoffen

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