Vor allem „Best Ager“ sehen Haus und Wohnung gerne als Kapitalanlage
Männer setzen auf Immobilien

Jeder siebte Mann bewertet den Haus- oder Wohnungskauf ausschließlich als Kapitalanlage, weniger als jede zehnte Frau investiert aus diesem Grunde in Immobilien.

Zu dem Ergebnis kommt die „Immobilien-Trendstudie“ von PlanetHome, einer Tochtergesellschaft der HypoVereinsbank. Männer setzen offenbar auf Ertragseffekte: Die Nettorendite bei Direktinvestments in konkrete Wohn- und Geschäftshäuser liege bei vier bis sieben Prozent und damit höher als bei einer durchschnittlichen Geldanlage, so die Initiatoren der Studie. Der durchschnittliche Geldmarktzins liegt im Euroraum derzeit noch bei rund zwei Prozent.

Zwar ist für 84 Prozent der Immobilienkäufer nach wie vor das Motiv entscheidend, in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Doch nach der Erhebung können sich drei von vier Männern vorstellen, eine Zweitimmobilie als Geldanlage zu erwerben, der Durchschnitt aller Befragten (Männer und Frauen) liegt bei über 70 Prozent.

Besonders Mittfünfziger legen ihr Geld gern in Immobilien an. Zwei Drittel der privaten Nettovermögen - Geld und Immobilien – befinden sich nach Angabe von PlanetHome in der Hand der so genannten „Best Ager“. Für 17 Prozent der 50 bis 59-Jährigen ist beim Immobilienkauf die Kapitalanlage die einzige Motivation. Von ihnen wiederum besitzen 43 Prozent bereits eine Zweitimmobilie.

Drei Viertel der Befragten in den besten Jahren können sich vorstellen, ein weiteres Anwesen als Geldanlage zu erwerben. Bei den Best Agern sind Zweitimmobilien auch als Ferien- und Wochenendgrundstück beliebt. Sieben Prozent der über 60-Jährigen kaufen sich eine Immobilie aus dem Hauptgrund, dort den Urlaub zu verbringen.

Bei den unter 40jährigen hingegen spielt die eigene Immobilie als Kapitalanlage oder Ferienhaus eine untergeordnete Rolle. 87 Prozent von ihnen sehen die Eigennutzung als einzigen Grund für den Immobilienerwerb. Dies erklärt sich laut Studien-Initiatoren durch die spezielle Wohnsituation dieser Altersklasse. Neun von zehn Deutschen unter 30 wohnen derzeit zur Miete. 88 Prozent der Mitzwanziger planen deshalb, in den kommenden Jahren ein Eigenheim zu erwerben.

Ein großer Teil der Frauen sieht den Immobilienkauf in erster Linie nicht als Kapitalanlage an. Neun von zehn geben an, das Eigenheim sei der wichtigste Grund für einen Immobilienerwerb. Lediglich jede zwölfte Käuferin sieht im eigenen Anwesen eine Methode zum Vermögensaufbau. Jede dritte Deutsche kann sich nicht vorstellen, eine Zweitimmobilie als Kapitalanlage zu erwerben.

Motive für den HauskaufMännerFrauen
Eigennutzung der Immobilie80,5 %88,4 %
Immobilie als Kapitalanlage14,3 %8,6 %
Zweitimmobilie für Ferien und Wochenende3,7 %2,7 %
Zweitimmobilie für Kinder1,6 %0,4 %

Für die Studie wurden in einer Online-Umfrage im August und September dieses Jahres 1449 Immobilienkunden befragt.

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