Vorerst sind die Finanzinvestoren aber noch mit dem Erwerb von Immobilienportfolios beschäftigt
Immobilienfirmen planen den Ausstieg

Das Geschäft mit Immobilien läuft rund, Beteiligungsgesellschaften investieren derzeit Milliarden in deutsche Wohnungen. Gleichzeitig reifen bereits Pläne für einen Ausstieg über die Emission von Aktien. „Ich rechne spätestens in den nächsten zwei Jahren mit den ersten Börsengängen von Unternehmen aus dem Immobilienbereich“, sagt Peter Kimpel, Leiter Real Estate Investment-Banking von Goldman Sachs in Deutschland.

FRANKFURT/M. Für Kimpel steht fest, dass die geplante Einführung von speziellen Immobilienaktien, so genannten Reits, Anfang nächsten Jahres die Pläne erleichtern würde. Allerdings geht er auch bei einer Verschiebung der Reits-Pläne – wegen steuerrechtlicher Probleme – von Aktienemissionen aus. Reits sind börsennotierte Immobilienaktien, die auf Unternehmensebene in Ländern wie den USA weitgehend steuerfrei gestellt sind. Außer in den USA sind Reits mittlerweile in Frankreich und Italien zugelassen. Großbritannien will im kommenden Jahr folgen.

Vorerst sind die Finanzinvestoren aber noch mit dem Erwerb von Immobilienportfolios beschäftigt. „Deutschland zählt bei den Wohnimmobilien derzeit zu den attraktivsten Standorten weltweit, insbesondere im Vergleich zu Großbritannien und Spanien, wo das Preisniveau in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist“, urteilt Kimpel. Für Aufmerksamkeit sorgte jetzt der Erwerb der Eon-Tochter Viterra durch die Deutsche Annington Immobilien Gruppe (DAIG) (siehe unten stehenden Artikel). Finanzinvestoren sind außerbörsliche Beteiligungsgesellschaften, die Milliardenbeträge bei Pensionsfonds und Versicherungen einsammeln.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten Finanzinvestoren wie Blackstone, Cerberus, Fortress, Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie Oaktree und Terra Firma große Immobilienbestände aufgebaut. Sie versuchen, durch weitere Zukäufe zu wachsen und dadurch Mengeneffekte zu erzielen. Kommen die Finanzinvestoren mit ihren Plänen nicht voran, bietet sich ihnen neben dem direkten Verkauf der Immobilien an die Mieter oder dem Weiterverkauf an andere Beteiligungsgesellschaften auch der Börsengang als Möglichkeit zum Ausstieg an.

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