Vorwürfe gegen Immobilienbranche
Analysten beklagen fehlenden Durchblick

Deutsche Immobilienaktiengesellschaften sind nicht ausreichend transparent. Zu dieser Ansicht kommt Feri Rating & Research in einer gestern vorgestellten Studie. Das kann schwer wiegende Folgen haben.

FRANKFURT. Dies ist die erste Untersuchung, die die Transparenz der Branche unter die Lupe nimmt. Das Analysehaus untersuchte Geschäftsberichte börsennotierter Immobilienaktiengesellschaften mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 50 Mill. Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Fokus standen Unternehmen, deren Erträge primär aus der Vermietung stammen. Getestet wurde der Umfang der Informationen zu Vermögenssituation, Fremdkapital und der Berechnung des Nettovermögenswertes anhand von 230 Einzelkriterien.

Die Kapitalmarkttheorie sagt: Intransparenz wird mit Kursabschlägen bestraft. So vertritt Helmut Knepel, Vorstand der Feri Finance, die Auffassung, dass die Kursausschläge geringer ausgefallen wären, wenn die Immobiliengesellschaften umfangreicher informiert hätten.

"Den Analysten fehlt das Vertrauen in die Bewertung der Immobilien", sagte Knepel. Die Berechnung der Nettovermögenswerte (Vermögen minus Schulden), englisch abgekürzt NAV, sei wegen der unvollständigen Angaben nicht nachvollziehbar, begründet Knepel. Alle 29 untersuchten Gesellschaften im deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2006 im Schnitt 14 Prozent über dem NAV gehandelt, 2007 rund 17 Prozent darunter.

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