Westinvest bereinigt Portfolio
Immo-Fonds verkaufen Pakete an IVG

In den Portfolios der offenen Immobilienfonds ist mehr Bewegung als je zuvor. Jüngstes Beispiel: Die börsennotierte IVG Immobilien gab am Mittwoch den Erwerb von zwei Fonds-Portfolios im Wert von zusammen 879 Mill. Euro bekannt.

HB DÜSSELDORF. Verkäufer des mit 25 Gebäuden und 505 Mill. Euro größeren Pakets ist der Fonds Westinvest 1 der zur Deka-Gruppe gehörenden Westinvest Gesellschaft für Investmentfonds. Westinvest nutzte nach den Worten eines Sprechers die Gelegenheit, das Portfolio auch um kleinere und ältere Objekte zu bereinigen. Da solche Immobilien auch nicht zum Kerngeschäft der IVG gehören, werden die Bonner sie wohl weiterverkaufen.

„Dies ist keine Aktion gewesen, um die Liquidität zu erhöhen“, sagte der Sprecher. Er kündigte, dass Westinvest rund 250 Mill. Euro in ein Mövenpick-Hotel in Amsterdam und ein Einkaufszentrum im spanischen Cartagena investieren werde. Damit soll der Fonds dem Ziel, 65 Prozent des Vermögens in deutsche Gebäude und 35 Prozent in westeuropäische Immobilien anzulegen, näher gebracht werden. Der Fonds hat aktuell ein Volumen von 2,2 Mrd. Euro, wovon nach dem Verkauf 1,9 Mrd. Euro in Immobilien angelegt sind. Die Preise hätten die Verkehrswerte „etwas“ übertroffen, heißt es.

Der zweite Fonds, der verkauft, ist der CS Euroreal. Nach Aussage von Dirk Meiwirth, dem zuständigen Produktmanager bei Credit Suisse Asset Management, liegt der Erlös für sechs Immobilien, unter anderem in London und Paris, bei 374 Mill. Euro und übertrifft den Verkehrswert. In diesem Jahr will der Euroreal noch Immobilien für mehr als 250 Mill. Euro kaufen. Darüber hinaus wird der aktuell 5,2 Mrd. Euro schwere Fonds Mitte Dezember rund 200 Mill. Euro ausschütten. Meiwirth rechnet zum Jahresende mit einer Liquiditätsquote von 25 Prozent.

Im September seien dem Fonds bisher rund 30 Mill. Euro zugeflossen, was in etwa dem Abfluss des Vormonats entsprach. Von Jahresende bis Ende August gaben CS-Euroreal-Anleger Anteile im Volumen von 850 Mill. Euro zurück – im Winter litt die gesamte Branche unter einer Krise.

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