Wohnfonds für Kleinanleger: Jeder kann Vermieter werden

Wohnfonds für Kleinanleger
Jeder kann Vermieter werden

Der Kauf einer Wohnung als Kapitalanlage ist für viele Bürger zu teuer. Mithilfe eines offenen Immobilienfonds kann aber jeder mit wenig Geld zum Vermieter werden. Die Genossenschaftsbanken legen einen ersten Fonds auf.
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Das Angebot an offenen Immobilienfonds für Privatanleger wird noch breiter. Union Investment Real Estate wird im Sommer mit einem Wohnimmobilienfonds für Kleinanleger auf den Markt kommen, erfuhr das Handelsblatt in dieser Woche auf der Immobilienmesse in Cannes. Union Investment Real Estate ist mit 34 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen einer der größten Fondsanbieter in Deutschland. Seine Immobilien-Publikumsfonds werden nur über die Schalter der Genossenschaftsbanken verkauft.

Es ist die zweite Fondsneugründung in diesem Jahr, nachdem Swiss Life gerade einen Publikumsfonds vorbereitet, der im nächsten Quartal starten soll. Der Union-Fonds soll ab Ende Juni zu haben sein und bereits über Wohnungen im Wert von 350 Millionen Euro verfügen. Swiss Life hat ihren „Real Estate Living and Working“ mit 200 Millionen Euro Startkapital ausgestattet. Dieser Fonds wird sowohl in Wohnungen als auch in Büro- und Handelsimmobilien investieren.

Wie alle Fonds, die seit der Einführung der neuen Regeln für die Haltedauer von Fondsanteilen im Juli 2013 eingeführt wurden, muss auch der Union-Fonds zu hohen Preisen kaufen. Die Gesellschaft schätzt, dass der Fonds Renditen auf dem Niveau anderer offener Immobilienfonds liefern wird. Die bewegen sich überwiegend zwischen zwei und 2,5 Prozent. 2,5 Prozent Rendite ist auch die Hausnummer des Swiss-Life-Fonds.

Angesichts der Preise, die zurzeit für Wohnungsportfolios gezahlt werden, ist das ein durchaus ambitioniertes Renditeziel. Erst recht, wenn Wohnungen in deutschen Metropolen erworben werden sollen. Vor wenigen Tagen meldete die Deutsche Wohnen den Kauf von 3900 Wohnungen in Berlin für 655 Millionen Euro. Die Mietrendite zum Kaufzeitpunkt beträgt für den zweitgrößten börsennotierten Wohnungsvermieter rund 3,3 Prozent. Verwaltungs- und Instandhaltungskosten für die Wohnungen schmälern diese Brutto-Mietrendite. Für Fondsanleger gehen zusätzlich die Verwaltungskosten der Fondsgesellschaft von den Einnahmen ab.

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Hohe Immopreise bremsen Wohnfonds-Pionier

Kommentare zu " Wohnfonds für Kleinanleger: Jeder kann Vermieter werden"

Alle Kommentare

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Mit solchen Fonds kann man lediglich über viele Jahre mit Glück sein Geld zahlenmäßig konstant erhalten, wobei man dann die Inflation aber vernachlässigen sollte. Der Rest bleibt bei der Bank.

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