Wohnfonds für Kleinanleger Jeder kann Vermieter werden

Der Kauf einer Wohnung als Kapitalanlage ist für viele Bürger zu teuer. Mithilfe eines offenen Immobilienfonds kann aber jeder mit wenig Geld zum Vermieter werden. Die Genossenschaftsbanken legen einen ersten Fonds auf.
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Wohnimmobilien bringen Renditen – wenn auch nicht mehr so hohe wie früher. Quelle: dpa
Markisen in Potsdam

Wohnimmobilien bringen Renditen – wenn auch nicht mehr so hohe wie früher.

(Foto: dpa)

Das Angebot an offenen Immobilienfonds für Privatanleger wird noch breiter. Union Investment Real Estate wird im Sommer mit einem Wohnimmobilienfonds für Kleinanleger auf den Markt kommen, erfuhr das Handelsblatt in dieser Woche auf der Immobilienmesse in Cannes. Union Investment Real Estate ist mit 34 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen einer der größten Fondsanbieter in Deutschland. Seine Immobilien-Publikumsfonds werden nur über die Schalter der Genossenschaftsbanken verkauft.

Es ist die zweite Fondsneugründung in diesem Jahr, nachdem Swiss Life gerade einen Publikumsfonds vorbereitet, der im nächsten Quartal starten soll. Der Union-Fonds soll ab Ende Juni zu haben sein und bereits über Wohnungen im Wert von 350 Millionen Euro verfügen. Swiss Life hat ihren „Real Estate Living and Working“ mit 200 Millionen Euro Startkapital ausgestattet. Dieser Fonds wird sowohl in Wohnungen als auch in Büro- und Handelsimmobilien investieren.

Wo die Superreichen am liebsten kaufen
Luxuswohnhäuser in London
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Gerade einmal knapp neun Prozent beträgt der Anteil von Immobilien am Gesamtvermögen der Superreichen. Wer diesen Anteil erhöhen will – oder ihn noch nicht erreicht hat – dem empfehlen die Immobilienexperten von Warburg Realty und Barnes International Realty den Wohnungskauf in sieben Städten.

Quelle: „TheGlobal Property Handbook”, :Wealth-X, Warburg Realty, Barnes International Realty

Platz 7: München
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Bei deutschen Käufern gelten die Wohnungspreise in der bayerischen Landeshauptstadt schon als überteuert. Im Vergleich zu den Metropolen der Welt sei das Preis-Leistungsverhältnis in München aber noch fair, meinen die Autoren des „Global Property Handbook“.

Platz 6: Berlin
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Auch Berlin gilt den Immobilienexperten von Warburg Realty und Barnes International Realty als guter Ort, um in Wohnungen und Häuser zu investieren. Obwohl auch dort die Preise ähnlich wie in München deutlich gestiegen seien, profitiere der Standort von einem guten Preis-Leistungsverhältnis auf dem Wohnungsmarkt und wettbewerbsfähigen Immobiliensteuern. Neben diesen beiden Kriterien fließen ins Ranking der besten Investmentstädte das allgemeine Geschäftsklima und der Ruf des Standorts als finanziell sicherer Hafen ein.

Platz 5: Mexiko-Stadt
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In die Top Fünf schafft es Mexiko-Stadt wegen der günstigen Steuergesetze und des Status als eines der wichtigsten Finanzzentren auf dem amerikanischen Kontinent.

Platz 4: Lissabon
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Der Häusermarkt in Lissabon erholt sich immer noch von der Finanzkrise und weist deswegen recht niedrige Preise auf.

Platz 3: Kopenhagen
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Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen landet auf dem dritten Platz, weil das Wirtschaftsumfeld als gesund und die Immobilienbesteuerung als moderat gelten.

Platz 2: Stockholm
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Ähnliches wie für Kopenhagen gilt auch für die schwedische Hauptstadt Stockholm. Das positive Wirtschaftsumfeld und die vergleichsweise niedrige Immobilienbesteuerung gleichen nach dem Urteil der Experten die hohen Immobilienpreise aus.

Wie alle Fonds, die seit der Einführung der neuen Regeln für die Haltedauer von Fondsanteilen im Juli 2013 eingeführt wurden, muss auch der Union-Fonds zu hohen Preisen kaufen. Die Gesellschaft schätzt, dass der Fonds Renditen auf dem Niveau anderer offener Immobilienfonds liefern wird. Die bewegen sich überwiegend zwischen zwei und 2,5 Prozent. 2,5 Prozent Rendite ist auch die Hausnummer des Swiss-Life-Fonds.

Angesichts der Preise, die zurzeit für Wohnungsportfolios gezahlt werden, ist das ein durchaus ambitioniertes Renditeziel. Erst recht, wenn Wohnungen in deutschen Metropolen erworben werden sollen. Vor wenigen Tagen meldete die Deutsche Wohnen den Kauf von 3900 Wohnungen in Berlin für 655 Millionen Euro. Die Mietrendite zum Kaufzeitpunkt beträgt für den zweitgrößten börsennotierten Wohnungsvermieter rund 3,3 Prozent. Verwaltungs- und Instandhaltungskosten für die Wohnungen schmälern diese Brutto-Mietrendite. Für Fondsanleger gehen zusätzlich die Verwaltungskosten der Fondsgesellschaft von den Einnahmen ab.

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Hohe Immopreise bremsen Wohnfonds-Pionier
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2 Kommentare zu "Wohnfonds für Kleinanleger: Jeder kann Vermieter werden"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Mit solchen Fonds kann man lediglich über viele Jahre mit Glück sein Geld zahlenmäßig konstant erhalten, wobei man dann die Inflation aber vernachlässigen sollte. Der Rest bleibt bei der Bank.

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