Wohnimmobilienkonzern: Kapitalerhöhung soll Deutscher Annington Millionen bringen

Wohnimmobilienkonzern
Kapitalerhöhung soll Deutscher Annington Millionen bringen

Mit einer Kapitalerhöhung holt sich der Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington frisches Geld, um seine milliardenschweren Zukäufe zu finanzieren. Über Nacht sollen bis zu 16 Millionen Aktien zum Kauf angeboten werden.
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FrankfurtDer Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington besorgt sich mit einer Kapitalerhöhung mehr als 300 Millionen Euro zur Finanzierung der jüngsten milliardenschweren Zukäufe.

16 Millionen neue Aktien sollen bis zum Mittwochmorgen an institutionelle Investoren wie Fonds und Pensionskassen verkauft werden, wie der größte deutsche Wohnungskonzern am Dienstagabend in Bochum ankündigte.

Er will die Papiere nicht unter 19 Euro abgeben, wie zwei mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Das wären maximal 4,6 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Die Deutsche Annington will für insgesamt 2,4 Milliarden Euro 41.500 Wohnungen der Konkurrenten Vitus und Dewag übernehmen.

Gleichzeitig nutzt die Beteiligungsgesellschaft Terra Firma die Gelegenheit, elf Millionen Annington-Aktien aus eigenem Bestand auf den Markt zu werfen. Sie kann daraus mit einem Erlös von mindestens 209 Millionen Euro rechnen.

Für die insgesamt 27 Millionen Papiere im Wert von gut einer halben Milliarde Euro hätten binnen kurzem ausreichend Kaufangebote vorgelegen, hieß es in Finanzkreisen. Der Verkauf soll noch vor Börseneröffnung am Mittwochmorgen abgeschlossen sein. Begleitet wird die Transaktion von JP Morgan und Bank of America Merrill Lynch.

Der Finanzinvestor Terra Firma hatte beim Börsengang im Juli 2013 Preiszugeständnisse machen müssen und sich nur von einem kleinen Aktienpaket getrennt. Nun nutzt er die Gelegenheit, dass die Annington-Aktie inzwischen 20 Prozent an Wert zugelegt hat. Am Dienstag ging sie bei 19,92 Euro aus dem Xetra-Handel. Zuletzt hielt Terra Firma noch 84,4 Prozent an der Deutschen Annington, durch die Platzierung sinkt ihr Anteil auf 74,3 Prozent. Davon werden dann nur noch 67,3 Prozent bei der Terra-Firma-Holding Monterey liegen, den Rest hat diese vor kurzem schon an die eigenen Fondsanleger verteilt.

Mit dem steigenden Streubesitz wachsen die Chancen der Deutschen Annington auf den Aufstieg vom SDax in den Nebenwerteindex MDax. Spätestens Ende 2014 schrumpft der Anteil von Terra Firma weiter. Dann gehen 11,8 Millionen neue Annington-Aktien an die bisherigen Eigner des Vitus-Portfolios.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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