Wohnimmobilienmarkt
Solider Wertzuwachs in Berlin

Der Wohnimmobilienmarkt der Hauptstadt bietet langfristig orientierten Anlegern stabile Renditen. Dank der leicht steigenden Zahl der Haushalte, dem fast zum Erliegen gekommenen Wohnungsneubau und dem Abriss unvermietbarer Gebäude wird die mit 8,3 Prozent hohe Leerstandsquote sinken.

BERLIN. Der Wohnungsmarkt in der bundesdeutschen Hauptstadt bietet nach langer Flaute wieder ein gutes Wertpotenzial. Das meinten Experten kürzlich auf dem 9. IIR-Symposium zum Immobilienstandort Berlin. Dank der leicht steigenden Zahl der Haushalte, dem fast zum Erliegen gekommenen Wohnungsneubau und dem Abriss unvermietbarer Gebäude werde die mit 8,3 Prozent hohe Leerstandsquote sinken. „Dadurch können Vermieter Mietsteigerungen durchsetzen“, sagte Frank Bielka, Geschäftsführer der Degewo-Gruppe, Berlins städtisch-kommunaler Wohnungsgesellschaft, die 70 000 Wohnungen verwaltet.

„Die Mieten werden in den nächsten Jahren leicht, aber kontinuierlich steigen“, erwartet Hiltrud Sprungala, Geschäftsführerin des BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Berlin.

Seit Monaten stürzen sich daher ausländische Investoren auf den Markt, insbesondere mit Paketverkäufen, Portfolien mit 800 bis 3 000 Wohnungen. Im ersten Quartal stiegen Geld- und Flächenumsatz enorm. Bei bebauten Grundstücken nahm der Geldumsatz um 68 Prozent nach einem Zuwachs von 53 Prozent im gesamten Vorjahr zu. „Die Dynamik von 2005 ist ungebrochen“, berichtet Sprungala. Der Nachfrageschub habe in einigen Segmenten zu Kaufpreissteigerungen von bis zu 15 Prozent geführt. Ausländische Investoren beurteilten den Markt eben wesentlich positiver als inländische.

Sprungala warnte jedoch vor übertriebenem Optimismus. „Die Chancen sind nicht so groß wie Städtevergleiche zur Miet- und Kaufpreisentwicklung suggerieren.“ Mangels Wirtschaftskonjunktur sei auch mittelfristig nicht mit einem hohen Mietanstieg zu rechnen. „Der erwartete reale Wertzuwachs ist für langfristige, an stetigen Einkünften orientierte Investoren interessant“, betont Sprungala. Berlin sei – auch angesichts steigender Leitzinsen – nichts für Investoren, die auf Transaktionsgewinne und einen Zinshebel setzen.

Den Markt stimuliert insbesondere die steigende Zahl von Zuziehenden aus dem Bundesgebiet und dem Ausland. 2005 zogen 120  000 Menschen nach Berlin, seit der Wende 1,7 Millionen Personen. Die Neuberliner fragen höhere Qualitäten nach, erläutert Sprungala. Die Nachfrage nach großen, gut ausgestatteten Wohnungen in der westlichen Innenstadt werde zunehmen, prognostiziert sie. Junge Haushalte dagegen fragten vermehrt preiswerte, nicht perfekt sanierte Wohnungen nach.

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