Wohnindex
Mietpreisentwicklung hat sich leicht beruhigt

Mit einer Mietpreisbremse wollen einige Kommunen gegen steigende Mieten vorgehen. Das Problem stellt sich vor allem in beliebten Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin. Es gibt aber auch Anzeichen für Beruhigung.
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HamburgDie Immobilienpreise und Wohnungsmieten sind innerhalb eines Jahres in Deutschland um 3,1 Prozent gestiegen. Das ergab der regelmäßig erhobene Wohnindex des Hamburger Beratungsunternehmens F+B, der am Dienstag für das zweite Quartal veröffentlicht wurde.

Danach hat sich die Entwicklung bei den Mieten beruhigt. Sie erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,2 Prozent bei Neuvermietungen und um 0,9 Prozent in bestehenden Verträgen. Deutlicher stiegen die Preise für Einfamilienhäuser mit einem Plus von 2,9 Prozent und vor allem für Eigentumswohnungen, die um 5,2 Prozent teurer wurden.

„Im längerfristigen Trend zeigt sich seit 2004 ein moderater Anstieg der Preise und Mieten für Wohnungen“, heißt es in dem Quartalsbericht. So sei der Gesamtindex in den vergangenen zehn Jahren um rund zehn Prozent gestiegen. Das liegt noch unter der allgemeinen Inflationsrate.

Dahinter verbergen sich jedoch recht unterschiedliche Entwicklungen. So wurden in den Millionenstädten Berlin, Hamburg und München die Eigentumswohnungen um 48 Prozent teurer. In den kleineren Städten lagen die Preissteigerungen dagegen zwischen 11 und 22 Prozent.

Die höchsten Preise und Mieten sind seit langem in München und Umgebung zu beobachten, schreiben die Experten von F+B. Dort betrage die Standardmiete für eine gebrauchte 75-Quadratmeter-Wohnung 12,30 Euro je Quadratmeter und liege damit um zwei Euro höher als in Frankfurt.

Hamburg, Stuttgart und viele Mittelstädte in Süddeutschland folgen mit Mietpreisen von acht bis zehn Euro je Quadratmeter. Am anderen Ende der Skala mit Quadratmetermieten unter fünf Euro finden sich vor allem ostdeutsche Ortschaften.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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