Wohnungsbau
Wo der Immobilienmarkt heiß läuft

Der Immobilienboom treibt bunte Blüten. Eine Studie zeigt, wo die meisten Wohnungen verkauft werden und was Käufer zahlen. Die Ergebnisse: In einigen Städten läuft der Markt heiß. In anderen funktioniert er nicht mehr.
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Die Angst vor dem Immobilienboom geht um. „Wir haben in vielen Städten eine Wohnungsnot“, sagt Matthias Günther, Vorstand des Forschungsinstituts Pestel. Im Auftrag des Mieterbundes erstellte Günther eine Studie, die einen zusätzlichen Bedarf von jährlich 40.000 Mietwohnungen im Neubau ermittelte.

„Unter 3500 bis 4500 Euro pro Quadratmeter geht in Berlin nichts mehr“, sagt André Adami, Analyst beim Beratungsunternehmen Bulwiengesa. Billige Kaufobjekte seien rar, es drohe aber ein Überangebot an teuren Wohnungen. „Viele private Käufer haben sich bedient“, sagt Adami.

„Wohnungen sind keine reine Ware, sie sind das Zuhause von Menschen“, sagte Bundesjustizminister Heiko Maas, der sich heute mit der CDU im Streit um die Mietpreisbremse einigte. „Unser aller Leben würde deutlich ärmer werden, wenn die Menschen in Stadtvierteln nach Einkommen getrennt würden.“

Immobilien sind in Deutschland gefragt wie lange nicht. Preise und Mieten steigen vielerorts ebenso wie die Nachfrage. Aber gibt es in Deutschland tatsächlich eine Goldgräberstimmung auf dem Immobilienmarkt-, vor der sich viele Mieter, private Käufer, Verbände und Politiker so fürchten?

Eine Untersuchung des Privatisierungs-Dienstleisters Accentro zu den Transaktionen von Wohnimmobilien in den 82 deutschen Städten gibt einen Eindruck des Marktes. Die Studie analysiert die realen Preise der Gutachterausschüsse und hat damit mehr Aussagekraft als Prognosen von Experten oder die Auswertung von Angebotspreisen.

Kommentare zu " Wohnungsbau: Wo der Immobilienmarkt heiß läuft"

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  • @SB: Sie haben aber wirklich wenig bis gar nichts verstanden!

  • Die Mietpreisbremse zeigt nur die Ahnungslosigkeit der GroKo-Dilettanten. Neubau und Sanierungen sind ausgeschlossen ... d.h. die Immobranche wird sich noch mehr auf Luxussanierungen und exklusiven Neubau konzentrieren. Damit wird keines der Probleme gelöst, eher wird sich die Lage in den City-Lagen für Durchschnittsbürger noch verschlimmern.
    Man hätte einfach mal einen Einkommensbescheid von den vielen internationalen "Investoren" einfordern sollen. Damit hätte man viele Investoren aus Südeuropa, Osteuropa etc sicherlich gleich draussen gehalten. Was man hier im Berliner Raum so von den befreundeten Immo-Maklern hört, sind nicht wenige Objekte aus de Geldkoffer gezahlt worden. Dass es sich dabei häufig um Schwarzgeld o. Geldwäsche o. beides handelte, liegt auf der Hand.

    I

  • Mögen Sie noch kurz die Verbindung von Immobilienspekulationen und dem Euro herstellen - würden Investoren in ein boomendes und schnell wachsendes Berlin keine D-Mark investieren?

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