Wohnungsbau
Wo der Immobilienmarkt heiß läuft

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Wo der Kauf noch lohnt

Da die Großstädte kaum noch Kaufgelegenheiten bieten, weichen die Investoren auf kleinere Metropolen aus. In Düsseldorf wuchsen die Verkaufszahlen um 19,4 Prozent, der Umsatz stieg zum Vorjahr um 62 Prozent auf 871,1 Millionen Euro. In Leipzig nahm die Zahl der Transaktionen um 11 Prozent zu. „Vor einigen Jahren wurde Leipzig als Newcomer gehandelt, inzwischen hat sich die sächsische Metropole unter den Top Ten in Deutschland etabliert“, sagt Mingazzini.

Auch in sogenannten B-Städten, also den Mittelzentren, die einige Profi-Investoren wegen schlechterer Verkaufsoptionen meiden, tut sich was. Im Vergleich mit den meisten Verkäufen pro Kopf liegen fünf Metropolen aus dem Süden vorne.

Fürth, Augsburg, Regensburg, Heilbronn und Ingolstadt sind mit jeweils acht bis zehn Verkäufen pro tausend Einwohner die vitalsten Käuferstädte. Im Süden sind die Eigentumsquoten traditionell sehr hoch. Gute Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und hohe Kaufkraft lockt aber auch Investoren aus der Ferne.

Es gibt aber regionale Unterschiede. Acht der zehn letztplatzierten Städte bei den Pro-Kopf-Verkäufen kommen aus Nordrhein-Westfalen. In Ruhrgebietsstädten wie Oberhausen, Duisburg, Bochum oder Gelsenkirchen lagen die Werte fünfmal niedriger als bei den Südstädten „Fernab der Metropolregionen um Düsseldorf und Köln haben die Städte mit Abwanderung und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen“, sagt Mingazzini.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

Kommentare zu " Wohnungsbau: Wo der Immobilienmarkt heiß läuft"

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  • @SB: Sie haben aber wirklich wenig bis gar nichts verstanden!

  • Die Mietpreisbremse zeigt nur die Ahnungslosigkeit der GroKo-Dilettanten. Neubau und Sanierungen sind ausgeschlossen ... d.h. die Immobranche wird sich noch mehr auf Luxussanierungen und exklusiven Neubau konzentrieren. Damit wird keines der Probleme gelöst, eher wird sich die Lage in den City-Lagen für Durchschnittsbürger noch verschlimmern.
    Man hätte einfach mal einen Einkommensbescheid von den vielen internationalen "Investoren" einfordern sollen. Damit hätte man viele Investoren aus Südeuropa, Osteuropa etc sicherlich gleich draussen gehalten. Was man hier im Berliner Raum so von den befreundeten Immo-Maklern hört, sind nicht wenige Objekte aus de Geldkoffer gezahlt worden. Dass es sich dabei häufig um Schwarzgeld o. Geldwäsche o. beides handelte, liegt auf der Hand.

    I

  • Mögen Sie noch kurz die Verbindung von Immobilienspekulationen und dem Euro herstellen - würden Investoren in ein boomendes und schnell wachsendes Berlin keine D-Mark investieren?

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