Wohnungskauf
Bauherr im Recht

Verzögerungen beim Bau sind ärgerlich. Kein Wunder, wenn der Kunde den Bauträger in die Wüste schicken will. Dazu hat er in vielen Fällen ein Recht, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Ein Kaufmann beauftragte einen Bauträger, eine Wohnung für seinen Sohn zu bauen. Aber die Bauarbeiten verzögerten sich, und der geplante Bezugstermin 1. Juli verstrich. Als der Bauträger im Oktober mitteilte, er werde erst im Februar fertig, reagierte der Bauherr barsch: Entweder die Bauarbeiten seien am 30. November beendet, oder er trete vom Vertrag zurück. Als es so weit war, machte er die Drohung wahr.

Der Bauträger klagte auf Schadensersatz, da er die Wohnung dadurch billiger verkaufen musste. Die Frist sei viel zu kurz gewesen, monierte er. Das Oberlandesgericht Hamm wies die Klage jedoch ab: Wenn Bauträger trotz Verzugs eine neue Frist nicht halten könnten, müssten sie zumindest binnen einer Woche samt detailliertem Zeitplan mitteilen, wann sie unter Einsatz aller Kräfte inklusive Samstagsarbeit fertig würden (24 U 150/04).

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