Wohnungskonzern
Vonovia lockt mit steigender Dividende

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Aktie: Die Analysten sind sich einig

Buch sagt offen, dass er keine bedeutenden Zukäufe plant, weil ihm die Preise in den deutschen Städten zu hoch geworden sind. Im kommenden Jahr geht Buch sogar von einem leicht schrumpfenden Portfolio aus. Vonovia will sich auf die 30 größten Ballungsgebiete fokussieren und plant Verkäufe in Regionen, die nicht dazu zählen. Diese lägen beispielsweise in Ostdeutschland.

Mit einem sinkenden Portfoliowert ist deshalb aber nicht zu rechnen. Einerseits liegt das am anhaltenden Immobilienboom in Deutschland: Obwohl der Bestand der Bochumer in diesem Jahr kaum gewachsen ist, ist dessen Wert im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent deutlich gestiegen. Das liegt weiter über dem deutschen Mittel, das laut dem Immobiliendienstleister JLL bei rund acht Prozent liegt.

Die übermäßig hohen Wertzuwächse führt Buch auf seine Investitionen in Sanierungen und Aufstockungen zurück. In diesem Jahr soll sich das Budget dafür auf knapp eine Milliarde Euro belaufen. Besonders stolz ist er auf die modulare Bauweise, mit der er Neubau günstig forcieren will und bestehende Gebäude aufstockt. Wer einmal gesehen habe, wie ein Modul per Kran auf ein Gebäude einschwebt, begreife, was dies für ein bewegender Moment sei – ganz ähnlich wie die „Hochzeit“ in der Autofertigung, also dann, wenn Antriebsteile und Karosserie verschmolzen werden. Die von Buch gewählte Metapher erklärt auch, was er vorhat: mit Standardisierungen Kosten senken und den eigenen Bestand aufwerten.

Die Investitionsoffensive in diesem Jahr soll kein Einzelfall bleiben. „Ich gehe fest davon aus, dass wir jedes Jahr eine Milliarde Euro investieren können“, sagt Buch und erwartet, dass er dieses Volumen zehn Jahre lang wird durchhalten können.
Aktionäre aber müssen nicht um ihre Gewinnbeteiligung fürchten. Schon jetzt stellt der Vonovia-Chef eine Dividendenerhöhung um 20 Cent auf 1,32 Euro je Aktie in Aussicht. Sie soll auf der nächsten Hauptversammlung im Mai beschlossen werden.

Das dürfte die Fantasien der Analysten zumindest nicht ausbremsen. Schon jetzt sind sie überaus positiv der Vonovia gegenüber gestimmt: Von 38 Analysten, die den Konzern bewerten, raten 17 zum Kauf, elf zum Halten. Kein einziger empfiehlt, sich von der Aktie zu trennen.

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