Wohnungsmarkt
Kleinvermieter werden nicht reich

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Modernisierungskosten werden nicht so konsequent umgelegt

Allerdings war das Risiko bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse erwischt und bestraft zu werden in der Vergangenheit gering. In den Ballungsgebieten mit knappem Wohnraum scheuten Mieter die Konfrontation mit den Vermietern, weil sie froh waren eine Wohnung gefunden zu haben. Mietervertreter stellten kaum Beschwerden darüber fest, dass Vermieter bei der Wiedervermietung die Mieten verbotenerweise um mehr als zehn Prozent über die ortsübliche Vergleichsmiete anhoben.

Die IW Studie stellt weiterhin fest, dass Kleinvermieter nach energetischer Sanierung die Modernisierungskosten weniger konsequent umlegen als die Profis. In 46 Prozent der Fälle verzichteten private Vermieter trotz energetischer Sanierungen auf Mieterhöhungen. Bei den Wohnungsunternehmen seien es nur neun Prozent gewesen. Das Gesetz erlaubt, jährlich elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Miete umzulegen.

Trotzdem nimmt die Zahl der Kleinvermieter zu. Heute gehören ein Viertel mehr Menschen dazu als vor 15 Jahren. Ihr Anteil an den privaten Haushalten hat IW Köln zufolge in dieser Zeit von 7,8 auf 9,3 Prozent zugenommen. Die niedrigen Zinsen haben dazu beigetragen und den Kauf von sogenannten Zinshäusern populär gemacht. Das sind Mietblocks mit häufig sechs bis zehn Wohnungen, die insbesondere von kleinen Selbständigen als Altersvorsorge gekauft wurden.

Das IW Köln resümiert: „Es ist also davon auszugehen, dass vermehrt private Haushalte die günstigen Marktbedingungen genutzt und Wohnimmobilien erworbene haben, um sie anschließend dem Mietwohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen.“ Dass die Wohnungsvermietung nach wie vor als Altersvorsorge beliebt ist, lässt sich daran ablesen, dass private Kleinvermieter im Durchschnitt 59,8 Jahren alt sind und damit gut sechs Jahre älter sind als die übrigen privaten Haushalte.

Die Ergebnisse des IW basieren wesentlich auf der Auswertung des Sozio-oekonomische Panels (SOEP). Dabei handelt es sich um eine repräsentative Befragung von privaten Haushalten und Personen, die seit 1984 auf jährlicher Basis durchgeführt wird. Die zuletzt veröffentlichte Befragungswelle aus dem Jahr 2015 beinhaltet laut IW Mikrodatensätze zu mehr als 19.000 Haushalten und 37.000 Einzelpersonen.

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  • Wenn jemand so blöd ist, entgegen der allgemeinen Enteignung eine Wohnung zu kaufen, wird nie reich, das haben sie richtig erkannt.

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