Immobilien
Zeil im Aufbruch

Shoppingcenter: Auf dem 17 400 Quadratmeter großen ehemaligen Gelände der Frankfurter Rundschau in bester Einkaufslage will der niederländische Entwickler MAB-Bouwfonds Property Development ein Projekt der Superlative realisieren. Auf knapp 58 000 Quadratmetern, verteilt auf fünf Geschosse, sollen ab 2007 Frankfurter und Besucher aus dem Umland einkaufen können.

Doch das ist noch längst nicht alles: Zu „Frankfurt-Hoch-Vier“, wie der Entwickler sein Ensemble aus vier Bauteilen nennt, gehören zwei 123 beziehungsweise 90 Meter hohe Türme, in denen 40 000 Quadratmeter für Büros und 12 500 Quadratmeter für ein Hotel reserviert sind. Das historische Thurn-und-Taxis-Palais soll originalgetreu wieder hergestellt und mit Restaurants, Läden und Büros gefüllt werden. Fernwirkung: „Das Projekt ist eine grandiose Aufwertung für die Zeil“, zeigt sich Frankfurts oberster Wirtschaftsförderer, Hartmut Schwesinger, überzeugt. Im Zuge der Entwicklung werde nämlich auch das Umfeld der Konstabler Wache – heute die Grenze zwischen den umsatzstarken und -schwächeren Zeillagen – durch zusätzliche bauliche Maßnahmen verbessert. Andererseits besteht durchaus die Befürchtung, dass Einzelhändler jenseits der Konstabler Wache durch das Mega-Projekt noch weiter ins Hintertreffen geraten könnten.

Stabile Mieten: Das zusätzliche Angebot an Verkaufsfläche dürfte die Zeil dabei durchaus verkraften. „Die Mieterfluktuation ist sehr gering, die Flächennachfrage hoch“, sagt Marc Alfken, Geschäftsführer der auf die Vermittlung hochwertiger Einzelhandelslagen spezialisierten Kemper's Frankfurt GmbH. Weil nicht wenige Mieter derzeit ihre Mietverträge mit Blick auf die nahende Konkurrenz verlängern, werde sich an der Angebotsknappheit in naher Zukunft wenig ändern. Folgerichtig gehört die Fußgängerzone mit stabilen Monatsmieten von bis zu 220 Euro pro Quadratmeter zu den teuersten Einzelhandelsstandorten Deutschlands. Luxuslagen: Erfreulich auch die Nachfrage nach Flächen in den Verbindungsachsen zwischen Zeil und Goethestraße: „Die Mieten um Freßgass´ und Rossmarkt sind stabil, denn auch hier ist das Angebot begrenzt“, urteilt Alfken. Stark in Bewegung ist indes die Frankfurter Luxuslage Goethestraße. Jüngste Neuzugänge sind Escada, Zegna, Lacoste und René Lezard. wik

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