Zentrale des Schweizer Finanzkonzerns Swiss Re
IVG will die „Gurke“ von London kaufen

Die deutsche Immobiliengesellschaft IVG will eines der markantesten Wahrzeichen der Londoner City kaufen: „die Gurke“, die vom Stararchitekten Norman Foster gebaute Zentrale des Schweizer Finanzkonzerns Swiss Re.

mm LONDON. Eines der markantesten Wahrzeichen der Londoner City dürfte schon sehr bald einen neuen Eigentümer bekommen. Nach Informationen aus Finanzkreisen steht die deutsche Immobiliengesellschaft IVG kurz vor dem Zuschlag für die vom Stararchitekten Norman Foster gebaute Zentrale des Schweizer Finanzkonzerns Swiss Re. Das 41-stöckige Gebäude mit dem Spitznamen „die Gurke“ gehört zu den populärsten Londoner Hochhäusern.

Swiss Re teilte Anfang der Woche mit, dass inzwischen mit einem Bieter exklusive Verhandlungen geführt würden. Den Namen des potenziellen Käufers wollte der Schweizer Konzern allerdings nicht nennen. Finanzkreisen zufolge sind die Gespräche mit der IVG bereits weit fortgeschritten und könnten im Januar abgeschlossen werden. Das deutsche Unternehmen sei bereit, knapp 600 Mill. Pfund für das Londoner Bürohaus zu bezahlen. Allerdings könne die Transaktion auch noch scheitern, falls noch unerwartete Hindernisse auftauchen sollten.

Die IVG ist die größte börsennotierte Immobiliengesellschaft in Deutschland. Der Vermögensverwalter und Projektentwickler investiert vor allem in Büro- und Logistikobjekte in europäischen Metropolen. Das eigene Portfolio ist 3,5 Mrd. Euro wert; die Bonner betreuen zudem einen Bestand von 13,9 Mrd. Euro.

Swiss Re stellte das bekannte Hochhaus im vergangenen September zum Verkauf und heuerte als Berater die Immobilienfirma DTZ Holdings und das deutsche Kreditinstitut Eurohypo an. Die Schweizer waren im Jahr 2004 in die neue Londoner Zentrale eingezogen. Das Gebäude war damals der erste Neubau eines Hochhauses in der britischen Hauptstadt seit 25 Jahren.

Das Gebäude schießt wie eine Rakete aus dem Boden der Londonder City hervor, dort, wo früher die 1992 von einer IRA-Bombe zerstörte Baltische Terminbörse stand. Im Volksmund hat sich für das neue Wahrzeichen der Skyline schnell der Spitzname „erotic Gherkin“ durchgesetzt, auch wenn Swiss Re auf der offiziellen Bezeichnung „30 St Mary Axe“ besteht.

Norman Foster gehört zu den profiliertesten Architekten der Gegenwart. Sein Büro entwarf unter anderem auch die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt und die begehbare Glaskuppel über dem Berliner Reichstag.

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