ZIA-Gutachten: Immobilienpreise werden weiter steigen

ZIA-Gutachten
Immobilienpreise werden weiter steigen

Der ZIA hat sein Frühjahresgutachten vorgestellt. Demnach dürften Immobilien 2013 weiter teurer werden. Vor allem in den drei größten deutschen Städten müssen Käufer und Mieter tiefer in die Tasche greifen.
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BerlinDie deutsche Immobilienwirtschaft rechnet in diesem Jahr mit weiter steigenden Kauf- und Mietpreisen. Der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) erwartet bei den Mieten im Durchschnitt ein Plus von drei Prozent und von fünf Prozent bei den Kaufpreisen für Wohnimmobilien. Das geht aus dem Frühjahresgutachten des ZIA hervor, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

In München, Hamburg und Berlin dürften die Immobilienpreise laut Prognose um sechs bis zehn Prozent steigen. Dies sei aber durch fundamentale Daten gedeckt und noch keine Preisblase, sagte der Gutachter Harald Simons. In den Großstädten sei das Angebot für die steigende Nachfrage zu schwach.

Kommentare zu " ZIA-Gutachten: Immobilienpreise werden weiter steigen"

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  • Die ganzen Informatioen beschränken sich nur auf einige wenige Stadtteile einiger funktionierender Städte.
    Ich habe 2011 eine Wohnung in Bremen gesucht und war überrascht, das der Markt in einigen Statdteilen kräftig anstieg. In anderen war keine Bewegung zu erkennen. Bei Rückfragen und Recherche, bekam ich heraus, das der MIX in den schlechten Stadtteilen nicht stimmt (z.B. Schule, ...) und in den Stadtteilen mit Anstieg das Niveau von 2000-2003 erst wieder erreichte. Das bedeutet, es gibt in dem Nachfragebereich ein Zyklus (~10Jahre) und in den anderen Bereichen große Probleme bzgl. Werterhalt. Wenn man europäische Kollegen fragt, dann verstehen die unseren Markt eh nicht, für die ist eine intakte Immobilie im Innenstadtbereich mit S-Bahnanschluß unter 3000€/m² ein Schnäppchen. Bitte vergleicht doch mal die europäischen Städte untereinander und zeigt die Entwicklung der letzten 50 Jahre auf. Es steht eine Menge Unsinn in vielen Immobilienartikeln. Der Mietpreis in bestimmten Bereichen deckt nicht mal die Investitionen. Stimmt das, das in den 80ern wir für's Wohnen zwischen 60-70% unseres Lohns ausgegeben haben und jetzt sind es um die 40%? Zeigt die Fakten und die Entwicklungen in der Breite bitte auf. Einer der anderen Kommentatoren schrieb, das sich nur noch einige Ballungszentren herausbilden. Ohne Zweifel ist dem entgegen zuwirken, denn wer möchte schon indische Verhältnisse, wo die aus dem Nordosten alle nach Bangalore ziehen und die Stadt sich alle 5 Jahre verdoppelt. Bitte mehr Fakten aufzeigen und weniger Marketing.

  • Genau das passierte in Grossbritanien und damit wurde realwirtschaft kaput. Wo Spekulationsgeschäfte blühen, dann Wertarbeit wird nicht mehr geschätzt und produktivität geht in Keller. Das wieder aufzubauen wird mehrere Generationen dauern. Schade dass man aus Geschichte nicht lernen kann.

  • Die regionalen Unterschiede von Angebot und Nachfrage und folgerichtig von Wert- und Preisentwicklung zeigen uns, dass die Standortpolitik als Teil der Wirtschaftspolitik vor Herausforderungen steht, die nun angenommen werden müssen. Da pendeln die Familienväter aus dem Bayerischen Wald und dem Osten in die Metropolen. In weiten Teilen Ostdeutschland ist der Markt vollends zerrüttet. Gleichzeitig gieren die Boomtowns nach personenanzahlabhängigen Schlüsselzuweisungen, statt zu hinterfragen, ob partielle Attraktivität mit weit größeren Nachteilen an anderer Stelle bitter erkauft werden. Wer immer noch glaubt, Lösungen für Verwerfungen im Immobilienmarkt vorzugsweise im Immobilienmarkt zu finden, ist naiv oder denkfaul oder handlungsunfähig. Wohnen und arbeiten lassen sich nicht trennen. Der Schlüssel zur Überwindung von Preisexzessen einerseits und Leerstand andererseits ist die Steuerung des Arbeitsangebotes mittels der struktur- und ablaufpolitischen Instrumente. Wir brauchen wieder Kongruenz zwischen Wohnungs- und Arbeitsangeboten in der Fläche. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass sich Ballungszentren weiter verdichten und schließlich verslammen. Kontraproduktiv sind Bürokratenvehikel, mittels derer inflationsgetriebene Scheinwertsteigerungen der Bodenpreise an die Stelle echter, d.h. von wirtschaftlicher und demografischer Prosperität, Wertsteigerungen gerückt werden, um aus Regionen Abgaben heraus zu pressen, die angesichts düsterer Bevölkerungsprognosen eher die Perspektive von Wüstungen als blühender Urbanität haben. Begünstigt durch die Bevölkerungsdichte unseres Vaterlands sehe ich keine objektiven, sondern lediglich subjektive Hemmnisse bei der Überwindung der Probleme am Immobilienmarkt. Es sind reine Standortprobleme, deren Ursache das Auseinandertriften von Wohnen und Arbeiten ist.

  • Ich habe vor 3 Jahren in FFM Westend für 500.000 Euro 2 Wohnungen gekauft. Super Investition, die Preise sind seit Kauf um 20 Prozent gestiegen. 100.000 für nix machen.
    Zudem habe ich noch Miete kassiert, so kann es weitergehen, dann kann ich schon in 10 Jahren mit 52 in Rente gehen.

  • Das bezweifle ich nach den bisherigen steilen Preisanstiegen, immer massiveren Auflagen für die Vermieter und den Negativerfahrungen, die viele Käufer mit ihren überteuert eingekauften Immobilien gemacht haben. Der ARbeitsmarkt und die Gehälter werden nicht durch die Decke schießen, und irgendwann ist die Obergrenze erreicht. Zudem gibt es dank Internet immer mehr mobile Arbeitsplätze, die den Zwang, in der Stadt wohnen zu müssen, reduzieren. Klar behauptet die Immobilienbranche das GEgenteil, aber ein Teil der Preistreiber - die superreichen Steuerhinterzieher aus den südeuropäischen Staaten, die massenhaft in den angeblich sicheren deutschen Immomarkt investiert haben -, ist gesättigt oder zieht sich bereits wieder zurück. Immoblasen wurden noch nie rechtzeitig erkannt und von den Profiteuren bis zum letzten Moment geleugnet.

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