Zum ersten Mal
Duisburg hängt großen Bruder Dortmund ab

Der Duisburger Büromarkt erlebte 2006 einen deutlichen Nachfrageschub. 86 000 Quadratmeter Bürofläche wurden neu vermietet, 57 Prozent mehr als im Jahr zuvor und mehr als in Dortmund, wo lediglich 66 000 Quadratmeter neue Nutzer fanden.

HB DUISBURG. Diese Zahlen gaben der Duisburger Immobilienmakler Armin Quester und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH bekannt. Demnach schnitt die Nachbarstadt Essen mit einem Jahresergebnis von 91 000 Quadratmetern zwar besser ab als ihre beiden Nachbarstädte. „Bezogen auf Fremdvermietungen war Duisburg 2006 aber auf Platz eins im Ruhrgebiet“, hebt Duisburgs Wirtschaftsförderer Ralf Meurer hervor.

Rückenwind bekam der Duisburger Markt freilich von einer Großanmietung: Der Kraftwerksbauer Hitachi unterschrieb einen Vertrag über 19 000 Quadratmeter Fläche im Hitachi Power Office, einem Neubau, den der Essener Projektentwickler Kölbl Kruse derzeit am Duisburger Innenhafen errichtet und der vor wenigen Wochen von der Hannover Leasing erworben wurde. Mit einer Quote von 3,1 Prozent habe der Leerstand in Duisburg ein historisches Tief erreicht. Kurzfristige Anfragen für größere zusammenhängende Einheiten könnten aktuell nicht aus dem Bestand befriedigt werden.

Grund zur Klage hat Dortmund dennoch nicht. Es fehlten zwar großflächige Anmietungen, aber dafür zeigten sich kleinere Unternehmen umso entscheidungsfreudiger. Nach Recherchen des Maklerunternehmens Cubion wurden im vergangenen Jahr 101 Mietverträge abgeschlossen. 2005 waren es hingegen nur 57 Verträge. Der Anteil ungenutzter Flächen reduzierte sich leicht auf 6,2 Prozent. Auch die Spitzenmiete blieb mit 11,75 Euro pro Quadratmeter und Monat stabil.

Rechnet man die Flächen hinzu, die Unternehmen in eigenen Gebäuden bezogen, dann ist Essen 2006 Vermietungssieger gewesen. Das Vorjahresergebnis wurde um zehn Prozent übertroffen und auch die Zukunft verspricht Stabilität: Der bisher in Düsseldorf ansässige Thyssen-Krupp-Konzern errichtet in Essen seine neue Konzernzentrale. Auch Eon Ruhrgas baut seine Präsenz am neuen Standort aus. „Schon heute sind hochwertige, größere Flächen in guten Lagen Mangelware“, sagt Cubion-Geschäftsführer Stefan Orts. Der Leerstand sei zwischen 2005 und 2007 von 7,2 Prozent auf nunmehr 6,8 Prozent gesunken. Die Spitzenmiete zog leicht an, 11,75 Euro sind in Essen pro Monat und Quadratmeter üblich. 2005 waren es maximal 11,50 Euro.

Auch Bochum konnte sich 2006 gut behaupten. Zwar konnten die Flächenumsätze mit rund 35 000 Quadratmetern 2006 quantitativ nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Qualitativ ist aber nach Informationen der örtlichen Wirtschaftsförderung „eine positive Entwicklung der Umsätze hin zu technologieorientierten Unternehmen und unternehmensorientierten Dienstleistungen zu beobachten“. eul


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