Zwangsauflösung
BHW will tausenden Bausparern kündigen

Die BHW Bausparkasse AG will 7 000 Verträge von Bausparern mit hohen Ansparzinsen einseitig auflösen. Verbraucherschützer sind empört über diese Zwangsauflösung, doch die BHW fühlt sich im Recht. Nun ist die Ombudsfrau des Bundesverbandes der privaten Bausparkassen gefragt.

HB DÜSSELDORF. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kritisierte das Vorhaben am Mittwoch in Düsseldorf als unzulässig. Eine solche Kündigungsmöglichkeit sei weder in den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge, noch in den Verträgen selbst vorgesehen. Betroffene sollten die BHW auffordern, die Zwangsauflösung zu unterlassen. Die Ombudsfrau des Bundesverbandes der privaten Bausparkassen sei aufgefordert, den Fall zu entscheiden. Notfalls könnten Bausparer auch vor Gericht Schadenersatz geltend machen.

Die BHW berief sich am Mittwoch auf die allgemeinen Bausparbedingungen, wonach Ziel und Zweck des Bausparens ausdrücklich sei, ein günstiges Darlehen zu erreichen. Ein Sprecher bestätigte, dass 7 000 Kunden angeschrieben worden seien, deren Verträge aus den 90er Jahren erfüllt oder sogar übererfüllt seien. Den Kunden sei angekündigt worden, dass – falls sie sich nicht für ein alternatives Angebot entschieden – ihnen das Geld nun ausgezahlt werde. Die BHW fühle sich damit im Recht.

30 Kunden hätten sich gegen die Auszahlung gewandt. Entscheiden müsse jetzt die Ombudsfrau, die in einem ähnlichen Fall bereits für die Bank entschieden habe. Die BHW wolle ihren Spruch nun abwarten.

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