Zwangsversteigerungen: Schnäppchen mit Risiken

Zwangsversteigerungen
Schnäppchen mit Risiken

Wer die eigenen vier Wände über eine Zwangsversteigerung erwirbt, kann die Immobilie unter Umständen weit unter Verkehrswert erwerben. Allerdings sollte man sich vor dem Bieten genau über das Objekt informieren, rät die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Denn manche vermeintliche Schnäppchen haben große Haken, mahnen die Experten.

HB NÜRNBERG. Zwar gibt es zu jeder zu versteigernden Immobilie ein Sachverständigen-Gutachten, in dem unter anderem die Lage und der bauliche Zustand, gegebenenfalls vorhandene Sondernutzungsrechte, die Vermietungssituation oder grundbuchliche Lasten angegeben werden. Allerdings sind die Bewohner der zu versteigernden Immobilie nicht verpflichtet, den Gutachter ins Haus zu lassen. So können schwere bauliche Mängel verborgen bleiben. Wenn möglich, sollte die zu versteigernde Immobilie am besten zusammen mit einem Architekten in Augenschein genommen werden. Denn Garantie, Gewährleistung oder gar Rücktritt vom Kauf sind bei zwangsversteigerten Immobilien ausgeschlossen, mahnt Schwäbisch Hall.

Interessenten sollten auch auf kleine Details akribisch achten. Die beim Amtsgericht hinterlegte Versteigerungsakte enthält neben dem Gutachten weitere Informationen, zum Beispiel über Eintragungen im Grundbuch. Das können auch lebenslange Wohnrechte für die bisherigen Bewohner sein. Der Käufer ersteigert solche Lasten mit allen rechtlichen Konsequenzen mit.

Wer sich über die Immobilie genau informiert hat, kann bei einer Zwangsversteigerung allerdings tatsächlich ein Schnäppchen machen. Beim ersten Versteigerungstermin müssen mindestens 50 Prozent des vom Gericht festgesetzten Verkehrswertes geboten werden. Die Gläubiger dürfen widersprechen, wenn der Zuschlag bei weniger als 70 Prozent des Verkehrswertes liegt. Wechselt die Immobilie beim ersten Termin allerdings nicht den Eigentümer, so gelten diese Grenzen bei nachfolgenden Terminen nicht mehr. Erwerber können eine Immobilie dann unter Umständen sogar für weniger als 50 Prozent des Verkehrswertes ersteigern. Wer mitbieten will, muss allerdings eine Sicherheitsleistung von zehn Prozent des Verkehrswertes bei Gericht hinterlegen – meist in Form eines von einer Bank ausgestellten Verrechnungsschecks oder einer Bankbürgschaft. Bar-Sicherheitsleistungen sind künftig nicht mehr zulässig.

Vergleichsrechner

Nutzen Sie hier unseren kostenlosen und unabhängigen Service: Wer bietet Ihnen aktuell die besten Zinsen und Konditonen?

   

Ratenkreditvergleich

   

Festgeldrechner

   

Tagesgeldrechner

   

Girorechner

   

Sparbriefrechner

   

Hypothekenrechner


Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%